Nachklapp
Wahlen, Wohnungsbau, Wasserpark
Was war, was kommt, was bleibt? Die klassischen Fragen in der Silvesternacht. Der weltpolitischen Lage zum Trotz verspricht die chinesische Astrologie Glück und Wohlstand, denn 2024 steht unter der Schirmherrschaft des Holz-Drachens. Warten wir’s ab.
In der Lokalpolitik vor Ort ist 2024 vor allem ein Wahljahr. Am 9. Juni entscheiden die Bürger über die neue Zusammensetzung von Stadt- und Gemeinderäten, Verbandsgemeinderäten, Kreistagen und des Bezirkstags. Und über die Ortsbürgermeister. In der Region steht mancherorts schon fest, dass es einen Wechsel geben wird. Unter anderem auch in mindestens zwei der drei „Sitzgemeinden“ Deidesheim, Maikammer und Lambrecht. Karl-Günter Müller (Lambrecht) hat sich bisher zwar noch nicht festgelegt, doch die Zeichen stehen offenbar auf Rückzug. Bei Manfred Dörr (Deidesheim) und Karl Schäfer (Maikammer) steht bereits fest, dass sie nicht mehr kandidieren. Da verlassen kommunalpolitische Urgesteine die Bühne und mit ihnen geht auch viel Erfahrung und viel Wissen verloren. Doch jeder Neuanfang birgt auch Chancen.
Von den Wahlen einmal abgesehen, werden auch im kommenden Jahr in etlichen Orten wichtige Projekte fertig gestellt oder auf den Weg gebracht werden. In Maikammer steht gleich zu Beginn des Jahres die Neueröffnung der Tourist Info in dem frisch sanierten Renaissance-Haus in der Marktstraße 5 an. Damit kann die Gemeinde den Abschluss einer Sanierung feiern, die sie viel Geld und vor allem viel Geduld gekostet hat, die aber die obere Marktstraße zu einem wahren Schmuckstück gemacht hat.
In Kirrweiler wird unterdessen eifrig an einem Neubau gearbeitet, in dem ein ganz besonderes Mehrgenerationen-Projekt verwirklicht wird – eine Seniorenwohnanlage mit Wohn-Pflege-Gemeinschaft und mehreren Wohnungen. Kirrweiler hat eine Menge Unterstützung und eine Menge Lob für das Projekt bekommen, 2024 soll es fertig werden.
Dann gibt es natürlich auch Projekte, die für negative Schlagzeilen gesorgt haben. Vor allem der Breitbandausbau, 2019 begonnen und noch immer nicht fertig. Eigentlich hätten die neuen Anschlüsse schon 2021 funktionieren sollen. Inzwischen erinnert das Ganze ein bisschen an den Bau des Berliner Flughafens, bei dem aus geplanten fünf Jahren Bauzeit 14 Jahre geworden sind.
Nicht wirklich gut gelaufen ist es bisher auch in Lambrecht bei der Neugestaltung des Kirchenumfelds. Die Lambrechter hatten gehofft, dass sie schon 2023 ihren „märchenhaften Adventsmarkt“ wieder rund um die Kirche feiern können. Dann gab es diverse Schäden, Unstimmigkeiten zwischen den am Bau Beteiligten, Knochenfunde, eine fehlende denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Ob der Weihnachtsmarkt 2024 wieder zurück auf seinen angestammten Platz kann. Warten wir’s ab.
Andere Projekte sind noch „in der Mache“. Beispielsweise in Elmstein der Anbau an die Samenklenge oder in Deidesheim und Meckenheim neue Baugebiete. Und ob es in Sachen Hotel(s) Neuigkeiten geben wird? In Forst hat man schon lange nichts mehr von dem Vorhaben gehört, aber auch in Maikammer, wo planrechtlich alles vorbereitet ist, herrscht Funkstille.
Einen Riesenschritt nach vorne hat es dagegen in Haßloch gegeben. Mit dem Beschluss, in Sachen Schwimmbad mit Plopsa zu kooperieren, hat der Gemeinderat nach endlosem Hin und Her eine Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte getroffen. Plopsa baut und betreibt am Standort des heutigen Badeparks ein neues Schwimm- und Spaßbad, die Gemeinde überweist dafür ein jährliches Entgelt, das in der Größenordnung des aktuellen Defizits liegen soll, bestenfalls darunter. Einige Jahre werden für Vorarbeiten, Planung und Bau noch ins Land gehen, vor 2027 wird das neue Bad wohl nicht eröffnet werden. Aber endlich hat sich in Sachen Wasserpark etwas bewegt. Kein Wunder: Haben wir doch 2023 noch das Jahr des Wasser-Hasen ...
Für 2024 verspricht die chinesische Astrologie Glück und Wohlstand. Das Zeichen des Holz-Drachens steht für Kraft, Stärke und Energie. Bleibt uns nur, um mit Tagesthemen-Sprecher Ingo Zamperoni zu sagen: Bleiben Sie zuversichtlich. K.Keller, G.U. Haas