Neustadt Vortour der Hoffnung: Radler sammeln Spenden für Kinder
Die Benefiz-Radtour von Freitag bis Sonntag, 21. bis 23. Juli, bildet als eine von mehreren Aktionen im ganzen Bundesgebiet den Auftakt für die ab 27. Juli stattfindende „Tour der Hoffnung“ in Gießen, bei der seit 1983 prominente Teilnehmer auf Rennrädern über mehrere hundert Kilometer Spenden in wechselnden Regionen sammeln. Sie gilt als eine der größten Spendentouren per Fahrrad in Deutschland. Dieses Jahr startet die Vortour von Bad Dürkheim aus durch die Pfalz. Entlang der Route und an den Zwischenhalten macht man sich für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder stark, oft unterstützt von lokalen Vereinen und Initiativen.
Bei der 118 Kilometer langen Tour am Freitag, 21. Juli, sind Stopps am Holiday Park Haßloch (10 Uhr), in Speyer (11.15 Uhr), Rülzheim (13.40 Uhr), Offenbach (15 Uhr) sowie in Maikammer (16.45 Uhr und Mußbach (18.15 Uhr) geplant. Am Samstag, 22. Juli, geht es über 97 Kilometer von Bad Dürkheim nach Mutterstadt (9.50 Uhr), Altrip (11.30 Uhr), Frankenthal (13.30 Uhr), Worms (15 Uhr) und Grünstadt (16.40 Uhr). Den Abschluss am Sonntag, 23. Juli, bildet eine rund 46 Kilometer lange Fahrt mit Stopps in Wachenheim (10.15 Uhr), Fußgönnheim (11.40 Uhr), Lambsheim (13 Uhr) und Freinsheim (14.30 Uhr).
Prominente Unterstützer
120 sogenannte „Hoffnungs-Radler“, darunter bekannte Gesichter wie Box-Weltmeister Sven Ottke (22. und 22. Juli), Ex-DSDS-Kandidat Lukas Otte (21. Juli), Fernsehmoderator Martin Seidler (22. und 23. Juli) und der ehemalige FIFA Schiedsrichter Markus Merk, der an allen drei Tagen auf dem Rennrad mitfährt, werben unterwegs um Spenden für Kinder mir geistiger Behinderung, aus schwierigen sozialen Verhältnissen, trauernde Kinder krebskranker Eltern und selbst erkrankte Kinder, Flüchtlingskinder und für solche, die Missbrauch oder Gewalt erleben mussten. An ausgewählten Orten wird Eberhard Gienger, ehemaliger Reck-Weltmeister, vom Rad steigen, um mit dem Fallschirm abzuspringen. Für Musik sorgt Oliver Mager, Komponist für Kinder- und Fasnachtslieder.
Gegründet wurde die Tour der Hoffnung ursprünglich als Tour Peiper von Fritz Lampert, Professor für Pädiatrie an der Kinderklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit 1994 trägt die Tour ihren jetzigen Namen. „Das Ziel muss sein, jedem Kind eine im eigentlichen Sinne des Wortes normale Lebensperspektive zu eröffnen“, schreiben die Veranstalter auf ihrer Internetseite unter www.vortour-der-hoffnung.de. Seit Start der Tour hätten sich die Heilungschancen bei Leukämie deutlich verbessert, aber „es wird mehr Geld benötigt, um verstärkte Anstrengungen in der Krebsforschung zu unterstützen, für neue Behandlungskonzepte und für die pflegerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder zu sorgen“.
Auf Rekordjagd
Die Bad Dürkheimer Ausgabe ist nur eine von unzähligen Aktionen, Veranstaltungen und Aktivitäten, die der großen Tour der Hoffnung in Gießen zuarbeiten. Mehr als 6,5 Millionen Euro sind so laut Veranstalter in den letzten 27 Jahren in Rheinland-Pfalz zusammen gekommen. Die Rekordsumme aus dem vergangenen Jahr, 702.333,94 Euro, war im Dezember im rheinland-pfälzischen Landtag an Kliniken, Initiativen und Projekte übergeben, die dafür sorgen sollen, dass jeder Cent bei den Kindern ankommt.