Neustadt Vorfreude auf Länderspiel

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Neustadt. Die Hockeyer der TSG Neustadt fiebern bereits dem Länderspiel entgegen, das sie am 2. Juli im Neustadter Stadion ausrichten dürfen. Dann treffen die U21-Nationalmannschaften von Deutschland und England aufeinander (wir berichteten am 18. Januar).

Dieses Länderspiel ist eines von drei, das die beiden Nachwuchs-Auswahlteams innerhalb weniger Tage gegeneinander bestreiten. „Geplant war eins in Wiesbaden, eins in Frankfurt und eins in Neustadt“, erzählt Hockey-Bundestrainer Valentin Altenburg. Ein Trainingslager der deutschen Mannschaft ist vom 26. Juni bis 4. Juli in Frankfurt vorgesehen. Möglicherweise finde dies aber nun in Wiesbaden statt, sagt Altenburg. Weil es auf jeden Fall ein ungewöhnlich langer Lehrgang sei, würden dort Kondition aufgebessert und Technik sowie Taktik geübt. „Unser Ziel ist, bei der Europameisterschaft in Valencia in Spanien den Titel zu holen“, verrät der Bundestrainer die hohen Ansprüche. Der europäische Titelkampf wird vom 25. August bis 4. September ausgetragen. Es wäre das erste EM-Gold für den deutschen Hockeynachwuchs seit den Titelkämpfen 1998. Neben den Niederlanden und Belgien zählt Altenburg die Spanier zu den Favoriten: „Nicht nur, weil sie Gastgeber sind, sondern weil sie ein gutes Team haben.“ Spanien sei der EM-Geheimfavorit. In der deutschen U21-Auswahl „spielen alle in der 1. oder einige auch in der 2. Bundesliga“ Hockey. Der größte Wunsch der Mannschaft für den 2. Juli sei, „dass was im Neustadter Stadion los ist“. Altenburg erklärt, dass bei Erwachsenenspielen das Zuschauerinteresse in Deutschland groß sei, aber eben nicht beim Nachwuchs. „Wir haben bei der U21-WM in Indien vor 15.000 Zuschauern gespielt“, schwärmt er noch heute von der Weltmeisterschaft Ende 2016, bei der das deutsche Team Bronze gewonnen hatte. „Wenn das die Neustadter hinbekommen, das wäre toll“, sagt er und wünscht sich ein volles Stadion. Das möchte auch Michael Göring, Vorsitzender der TSG Neustadt: „Wir wollen eine volle Bude haben.“ Wie viele Zuschauer das Stadion fassen könne, sei noch unklar, weil er die Auflagen der Stadt dazu noch nicht kenne. Neben Zuschauern auf der Tribüne „möchten wir auch Fans außerhalb der Tartanbahn stehen haben“. Dies sei auch kein Problem. Neben den 540 Plätzen auf der Tribüne könne man bis zu 2000 weitere Zuschauer in das Stadion lassen, informierte die städtische Pressesprecherin Susanne Kimmel. Die TSG-Hockeyabteilung plane, Eintrittskarten an Sponsoren zu verkaufen, die sie dann kostenlos Schülern zur Verfügung stellen könnten. Voraussichtlich werde der Kartenvorverkauf ab Mai bei Sponsoren und der TSG Neustadt stattfinden. „Wir gehen davon aus, dass die ratzfatz vergriffen sind“, ist sich Göring sicher. „Wir werden das Ding voll kriegen“, verspricht er. Jugendmannschaften sollen ein Vorspiel absolvieren. Zudem soll eine Band auftreten. Die Stadtverwaltung hat derweil der TSG Unterstützung für das Länderspiel zugesagt. Man müsse sich austauschen, „in welcher Form die Stadt helfen kann“. Weiter betont Andreas Günther, geschäftsführender Beamter der Stadt Neustadt. „dass es sich bei diesem Länderspiel um ein besonderes Ereignis für die Stadt Neustadt handele, weshalb er eng mit dem ausrichtenden Verein kooperieren wolle. Wie am 19. August berichtet, befindet sich das vor 15 Jahren umgebaute Neustadter Stadion derzeit nicht in bestem Zustand. Unabhängig vom Länderspiel sei es aber ohnehin vorgesehen, das marode Stück des Platzes im Bereich eines Beregners zu erneuern, sobald die Temperaturen wieder konstant über fünf Grad lägen, so Günther. Auch wenn die Nationalmannschaften sich wahrscheinlich in den gerade frisch renovierten Kabinen der nebenan gelegenen Schöntal-Schule umkleiden werden, soll in der Kabinentrakt im Stadion noch gestrichen werden. Die Sanierung der Tribüne wird erst in den Sommerferien beginnen – also zu spät, für das vorgesehene Länderspiel. |sab/mame

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