Neustadt Von Eiszeit bis Dionysos

Feuerwehr hautnah: So lautet das Motto am Donnerstag, 6. August, in der Hauptfeuerwache. Dann werden Michael Mathäß und sein Team Kindern und Jugendlichen am Vormittag knapp zwei Stunden lang alles rund um ihre Arbeit erklären: Warum brennt es? Was soll ich tun, was kann ich tun? sind zwei wichtige Fragen. Allerdings löscht die Feuerwehr nicht nur Brände, sondern sie hat auch noch viele andere Aufgaben. Erinnert sei nur an Katzen, die vom Baum geholt werden müssen ... Weil selbst der beste Feuerwehrmann und die beste Feuerwehrfrau aber nicht ohne Fahrzeuge und Geräte arbeiten können, steht die Ausstattung natürlich ebenfalls im Mittelpunkt. Ob dabei das Blaulicht zum Probeeinsatz kommt, darf an dieser Stelle leider noch nicht verraten werden. (ahb) Durch „rauschhafte“ Hallen unter der Erde In die Heim’sche Sektkellerei in der Maximilianstraße geht’s am Mittwoch, 12. August. Die Leser werden in den Dionysos-Gewölbekeller geführt und lernen dort die verschiedenen Verfahren der Sektherstellung kennen. Seit 1989 ist die Villa aus der Gründerzeit Sitz der Privat-Sektkellerei: Damals entschied Martin Heim sich für die Selbstständigkeit, nachdem er das Geschäft in der Sektkellerei Schloss Wachenheim gelernt hatte – wie übrigens schon sein Vater und davor sein Großvater. Die Führung durch die Produktionsräume dauert etwa 90 Minuten und umfasst eine dreiteilige Probe. 40 RHEINPFALZ-Leserinnen und -Leser können an dieser Sommertour teilnehmen. (kkr) Sonntagswanderung: Christian Mehlis auf der Spur Der Neustadter Historiker und Gymnasialprofessor Christian Mehlis (1850-1933) war ein profunder Kenner der Pfalz. Über seine geschichtlichen und geologischen Studien schrieb er mehr als zwei Dutzend Bücher und viele Aufsätze. Seine Theorie, dass die Pfalz während der Eiszeit vergletschert war, stieß bei Wissenschaftler-Kollegen einst wie heute auf Widerspruch. Einen Beweis für seine Behauptung glaubte Mehlis 1923 am Kesselberg bei Edenkoben gefunden zu haben: 21 topfartige Vertiefungen in Felsen, die er als Gletschertöpfe deutete. Die meisten Geologen halten Mehlis’ Theorie weiterhin für Unfug, aber ein Bremer Gletscherforscher hat ihn inzwischen rehabilitiert: 1000 bis 1500 Meter hoch habe das Eis über dem Pfälzerwald gelegen, sagt er. Ist das vorstellbar? 20 Leserinnen und -Leser können sich davon bei einer sechsstündigen Wanderung am Sonntag, 16. August, zum Kesselberg selbst ein Bild machen. Geführt wird die Sommertour von Rolf Schlicher – Neustadter, RHEINPFALZ-Redakteur und Autor des Buchs „Das Pfälzer Tischleindeckdich“. Gestartet wird um 10 Uhr, der Startpunkt ist nur mit dem Pkw erreichbar. Die Mittagsrast ist am Hüttenbrunnen geplant. (rhp)Expertenwissen rund um die Wolfsburg Am Mittwoch, 19. August, bietet der städtische Denkmalpfleger Stefan Ulrich eine Tour zur Wolfsburg an. Der Burgenexperte wird am Nachmittag rund 30 Leser über das Gelände führen und einige Anekdoten über das Bauwerk mitbringen, das um das Jahr 1230 errichtet wurde und eine der wichtigsten Burgen der Pfalzgrafen war. Das drückt sich auch in den Dimensionen aus. Unter anderem besaß die Wolfsburg zwei Bergfriede, was sehr selten ist. Nach der Plünderung im Bauernkrieg wurde sie im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Erste Ausgrabungen fanden 1899 statt, die Sanierung startete 99 Jahre später. (wkr) Wie das Hetzelstift seine Instrumente sterilisiert Wenn Sie schon immer wissen wollten, was mit benutzen Operationsbestecken und gebrauchten Instrumenten aus dem Krankenhausalltag passiert, dann können Sie am Mittwoch, 26. August, an einer Führung durch die Zentrale Sterilgutversorgung des Krankenhauses Hetzelstift teilnehmen. Dort zeigt Abteilungsleiterin Elisabeth Hitzler am Vormittag zwölf RHEINPFALZ-Leserinnen und -Lesern OP-Sets und erläutert, wie diese Schritt für Schritt gereinigt, desinfiziert und sterilisiert werden, und was es dabei zu beachten gilt. Zudem stellt sie die Bereiche von der Reinigung und Desinfektion bis zur Vorbereitung der sogenannten OP-Siebe mit sterilen Instrumenten und der Lagerung der Sterilgüter vor. (wkr) Warum heißt denn der Faulturm Faulturm? Rund 20 Millionen Euro hatte der Eigenbetrieb Stadtentsorgung Neustadt (ESN) von 2002 bis 2009 in sein zentrales Klärwerk in Lachen-Speyerdorf investiert. Mit modernen Verfahren werden dort seither Abwässer gereinigt und aufbereitet, um gemäß den immer strenger gewordenen gesetzlichen Vorgaben wieder in die Fließgewässer zurücklaufen zu können. Wie aber funktionieren Pumpwerk und Polder, was unterscheidet eine mechanische Reinigung von der biologischen und wieso heißt der Faulturm Faulturm? Antworten geben die Fachleute des ESN am Donnerstag, 3. September, in der Kläranlage. Eine Führung umfasst 20 Personen, ist die Nachfrage größer, ist eine zweite Führung möglich. (ahb)