Handball
Viel Neues bei den Oberliga-Frauen der TSG Haßloch
Es gibt Neuigkeiten im Handball-Oberliga-Frauenteam der TSG Haßloch. Neben Marc-Robin Eisel ist in der am 9. September beginnenden Saison ebenfalls Benedikt Hettich Trainer der Haßlocherinnen.
„Wir tragen die Verantwortung gemeinsam“, sagt Hettich. Der Physiotherapeut, der „eine große Physiotherapiefirma“ hat und im September in Karlsruhe seine sechste Praxis eröffnet, und Eisel schreiben sich nach jedem Training, „wer nicht gut war, wer gefehlt hat, was gut geklappt hat“, verrät Hettich. Er sei zudem oft ebenfalls im TSG-Sportzentrum, wenn Eisel das Training leite. „Es gibt mir als Chef meiner Firma die Freiheit, immer rechtzeitig da zu sein“, sagt der 35-Jährige grinsend.
Herzstück die Abwehr
Eisel und er haben dieselbe Auffassung von Handball. „Unser Herzstück ist die harte Abwehr. An der werden sich viele Mannschaften die Zähne ausbeißen“, verrät der Karlsruher optimistisch. Die TSG-Frauen bevorzugten die offensive 5:1-Abwehr, „aber wir können auch alles andere“. Sei Marc-Robin Eisel für die Übungseinheit verantwortlich, kümmere er sich um die individuelle Ausbildung der Haßlocherinnen, erzählt Hettich.
Er war schon mit den TSG-Frauen in Kontakt, als noch Peter Motz Coach in Haßloch war. Der hatte seinen Posten aus persönlichen Gründen im November 2022 aufgegeben. Eisel, Spieler des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen und Lebensgefährte von TSG-Spielerin Lucie Krein, war zunächst als Interimscoach eingesprungen. Und ist geblieben.
Hettich schon im Einsatz gewesen
„Ich habe hier in Haßloch mal ein Neuroathletiktraining gemacht“, erzählt Hettich. Dabei werden vernachlässigte oder eingeschränkte Funktionen im Nervensystem aktiviert. Sportler versuchen, mit diesem speziellen Training ihre Leistung zu verbessern. In der vergangenen Runde hat Hettich im TSG-Gastspiel in Mundenheim das Team sogar mal kurzfristig gecoacht, als Eisel verhindert war. Hettich: „Das hat wunderbar funktioniert.“ Er ist ohnehin begeistert von den Haßlocherinnen: „Das sind einfach Typen hier, es sind tolle Menschen.“ Der Kontakt sei über eine Torfrau zustande gekommen, um Testspiele zu organisieren.
Fit halten im Männerteam
Benedikt Hettich hat zuvor in der Badenliga den TSV Rintheim II trainiert, ist mit der Mannschaft im gleichen Jahr in die Oberliga aufgestiegen wie die TSG Haßloch. Die Testspiele zwischen beiden Teams, erinnert er sich gerne, „haben viel gebracht“. Auch die SG Heidelsheim/Helmsheim hat er betreut. „Es war eigentlich meine handballlose Zeit“, gesteht der Handball-Enthusiast. „Aber ich habe sogar zweimal für ein halbes Jahr in Stutensee und Walsbachtal gespielt“. Jetzt in Haßloch „halte ich mich ein bisschen bei den TSG-Männern fit“, erzählt der gelernte Rückraummitte- und Linksaußenspieler. „Ich bin Physiotherapeut – verschiedene Verletzungen habe ich deshalb immer gut in Griff gekriegt“, sagt Hettich, wie es ihm möglich ist, mit 35 Jahren noch immer fit genug für Handball zu sein.
„Was macht man, damit man sich nicht verletzt?“ Diese Frage spielt für ihn ebenfalls bei den TSG-Frauen eine große Rolle. Auch die Handballerinnen spielten immer mal wieder gerne im Training Fußball. „Aber wir laufen immer vorher“, betont Hettich. Es gebe nur zweimal pro Woche reines Handballtraining, „aber da ist die Intensität sehr hoch“. Die meisten Spielerinnen absolvierten zusätzlich einmal pro Woche Konditions- und Funktionseinheiten. „Es ist eine top instandgehaltene Mannschaft“, lobt er die Haßlocherinnen. Was ihm auch gefällt: „Es wird im Training viel gelacht.“ Die Spielerinnen gingen zudem immer „nass geschwitzt und mit einem Lächeln aus dem Training“.
Die Neuzugänge
Neu in der Mannschaft sind laut Hettich Rückraumspielerin Mona Illy aus St. Leon nach ihrer Babypause. Linkshänderin Cornelia Langenfeld, zuletzt beim Drittligisten TB Pforzheim, soll im rechten Rückraum und auf Rechtsaußen eingesetzt werden. Rechtshänderin Anne Wild aus Heidelsheim-Helmsheim ist für den rechten und linken Rückraum vorgesehen, Katharina Scheid (Friesenheim/Ketsch) für den linken Rückraum.
Neben dem neuen Trainer und den Neuzugängen ist in der nächsten Saison noch etwas anders als bisher: Die TSG-Frauen absolvieren ihre Heimspiele nicht mehr am gleichen Tag mit dem Haßlocher Drittliga-Männerteam. „Die Schiedsrichter der Dritten Liga waren manchmal sauer, weil die Kabinen noch von den Oberliga-Schiedsrichtern belegt waren“, erzählt Peter Wingerter, Sportlicher Leiter der TSG-Oberliga-Frauen, von Problemen. Die Haßlocherinnen hatten in der vergangenen Runde im TSG-Sportzentrum ihre Heimspiele vor denen der Drittliga-Männer ausgetragen. Auch bei den Zuschauern sei der Doppelheimspieltag nicht gut angekommen, weiß Wingerter. „Deshalb haben wir’s getrennt.“
Heimspiele meist sonntags
Allerdings spielen die Haßlocherinnen nun nicht immer zu einem festen Zeitpunkt zu Hause, „weil wir das auch mit Marc-Robin Eisel klären mussten“, sagt Wingerter. Der sei für die Eulen Ludwigshafen oft selbst am Wochenende im Einsatz. So treten die Haßlocherinnen meist sonntags um 17.30 Uhr im TSG-Sportzentrum an, aber auch mal samstags um 19.30 oder 18.30 Uhr.
Weil die Frauen- und Männermannschaft nicht mehr am selben Tag ihre Heimspiele austragen, haben sie nun einen getrennten Ausschank. „Steffen Stroh kümmert sich um die Einteilung der Helfer bei Heimspielen“, informiert der Sportliche Leiter der Frauen. Es würden pro Heimpartie drei Ordner, ein Helfer an der Kasse sowie zwei am Ausschank gebraucht.
Termine
9. September, 17.30 Uhr: VTV Mundenheim - TSG Haßloch;
17. September, 17.30 Uhr: TSG Haßloch - HSG Hunsrück;
24. September, 18 Uhr: TV Wörth - TSG Haßloch;
1. Oktober, 17.30 Uhr: TSG Haßloch - FSG Ketsch/Friesenheim II.