Neustadt
VG Deidesheim: Rat für Teilnahme an Nachhaltigkeitsprojekt

Die Verbandsgemeinde Deidesheim wird sich für das Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ bewerben. Dieser Schritt fand im Verbandsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine große Zustimmung und wurde mit einer Enthaltung einstimmig angenommen.
Bis zu acht Kommunen im Gebiet des Biosphärenreservats Pfälzerwald werden ausgewählt. Diese entwickeln gemeinsam Nachhaltigkeitsstrategien mit konkreten Aktionsplänen, die später umgesetzt werden sollen.
Der Wald ist hierbei ein wichtiges Thema. Doch die nachhaltige Entwicklung stützt sich auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 von den Vereinten Nationen. Diese sind so formuliert, dass sie einen großen Handlungsspielraum offenlassen, erklärt Verbandsbürgermeister Peter Lubenau. Neben der Beratung durch kompetente Experten, wird eine Bestandsanalyse der teilnehmenden Kommunen erstellt, woraus sich konkrete Handlungsmöglichkeiten ergeben.
Zugang zu Fördermittel
Insbesondere verspricht man sich durch die Teilnahme auch einen besseren Zugang zu Fördermittel. „Wenn wir da nicht mitmachen, verpassen wir viel“, betont der Beigeordnete Herbert Latz-Weber (Grüne).
Die Verbandsgemeinde Deidesheim sei schon durch ihren Status einer „gesunden“ Kommune quasi verpflichtet daran teilzunehmen, sagt Heiner Weisbrodt (FWG), Ortsbürgermeister von Ruppertsberg. Es sei eine Gelegenheit für neue Perspektiven, die man nutzen sollte, betont Bernhard Klein (CDU), Ortsbürgermeister von Forst.
Wie sollten die vielen globalen Probleme gelöst werden, wenn nicht die Gemeinden damit anfangen, so Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU). Nachhaltigkeit sei kein Hobby, sagt auch Fabian Kerbeck (FWG Deidesheim), das müsse unbedingt auf die Agenda. „Wir machen es vor und werden Vorbild für nachhaltige Entwicklung“, erklärt Dirk Rißland von den Grünen.
Bedenken „nachvollziehbar“
Die Bedenken von Wilfried Schwab (SPD Meckenheim) seien zwar durchaus nachvollziehbar, doch dürfe sich die Verbandsgemeinde die Chance an der Projektteilnahme nicht entgehen lassen, war der Tenor im Rat. Schwab erinnerte an die vielen Projekte und Baumaßnahmen, die in den nächsten zwei Jahren auf die Verwaltung zukommen und personell gestemmt werden müssten. Zudem sehe er Parallelen zur Agenda 21, da sei von den guten Ideen auch nicht viel umgesetzt worden.
Die Bewerbungsphase läuft bis zum 31. Oktober. Es haben sich bereits 15 Kommunen beworben.