Neustadt VfL wieder mit Neu und Sabani

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Neustadt. Der Fußball-Verbandsligist VfL Neustadt blieb in seinen beiden ersten Punktspielen nach der Winterpause sowohl ohne Punktgewinn als auch ohne Torerfolg, aber trotzdem gibt sich Trainer Wolfgang Trapp vor dem morgen, Samstag, um 15 Uhr beginnenden dritten Auswärtsspiel in Folge bei Schlusslicht TuS Hohenecken optimistisch. Ein Hoffnungsschimmer ist definitiv, dass die am vergangenen Wochenende gesperrten Daniel Neu und Saban Sabani wieder spielberechtigt sind.

Trapp

begründet seinen Optimismus allerdings nicht nur mit der gegenüber der Vorwoche wieder leicht verbesserten Personalsituation. „In Fußgönheim blieben wir 31 Minuten ohne Gegentor und gerieten dann durch einen eigenen Fehler auf die Verliererstraße, in Ludwigshafen 48. Wenn sich dies so fortsetzt, bin ich mir sicher, dass wir bald einmal ein ganzes Spiel ohne Gegentreffer überstehen“, meint der VfL-Coach. Aufgrund der gezeigten Moral hätte sein Team jedenfalls in beiden Begegnungen einen Punkt verdient gehabt. Ein großes Problem bereite ihm die Einstellung der Spieler. „Wenn ältere Spieler wie Carvalho, Marx oder Schwartz am Freitag gewusst hätten, dass sie wegen Krankheit ausfallen, hätten diese mir gleich Bescheid gegeben und nicht wie Tolunay Demir erst wenige Stunden vor dem Spiel“, ärgert er sich. Es sei auch bezeichnend gewesen, dass Reiner Schwartz, der im Spiel beim LSC erstmals in seiner Karriere von Beginn an als Feldspieler habe auflaufen müssen, der beste Mann gewesen sei. „Vor Reiner muss ich den Hut ziehen. An seiner Einstellung können sich einige andere ein Beispiel nehmen“, lobt und mahnt Trapp zugleich. Schwartz kann sich inzwischen auch völlig auf den Abstiegskampf mit der Ersten Mannschaft konzentrieren, denn der VfL meldete zwischenzeitlich seine A-Junioren, bei denen Schwartz erst im Oktober 2014 als Nachfolger des damals entlassenen Eduard Neu das Traineramt übernommen hatte, vom Spielbetrieb ab. „Bei einigen Spielern unserer A-Junioren fehlte völlig die Einstellung“, äußert sich der Neustadter Cheftrainer hierzu. Manche Akteure habe man vor den Spielen zu Hause abholen müssen, damit sie zur Verfügung gestanden hätten. Das gehe natürlich nicht. „Wir haben uns deshalb dazu entschieden, dieses Team abzumelden und die Spieler des älteren Jahrgangs zu den beiden aktiven Mannschaften zu nehmen“, erklärt Trapp. Vor der Entscheidung haben man mit den Spielern, die regelmäßig ins Training gekommen seien und Reiner Schwartz gesprochen, ergänzt der kommissarische Vorsitzende Leander Baumann, der von einem „Problem in unserer Gesellschaft“ spricht: „Es gibt zu wenige, die Biss haben und sich sportlich durchsetzen wollen.“ Vor Saisonbeginn habe man die A-Jugend mit maximal 13 Spielern in der Kreisklasse gemeldet. Nun gibt es beim VfL noch eine B-, C-, D- und E-Jugend-Mannschaft. (dil/sab)

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