Neustadt VfB mit viel Selbstvertrauen

Hassloch. 2:0, 4:1, 4:0. Neun Punkte mit imposanten zehn Toren hat der VfB Haßloch in den vergangenen drei Partien der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz erspielt. Belohnt wurden die Gelb-Schwarzen mit Platz fünf, wo sie nach zehn Spieltagen mindestens stehen wollten. Die achte Saisonetappe beschert dem VfB am Sonntag (15.30 Uhr) nun das Gastspiel beim Tabellenzehnten SV Rot-Weiss Seebach.
Acht Tore hat André Grässer in dieser Saison bereits erzielt, zwei davon am vergangenen Spieltag beim 4:0 gegen Fortuna Billigheim-Ingenheim. Und eines der beiden belegte die Binse: Wenn’s läuft, dann läuft’s. Grässer nahm den Ball nahe der Torauslinie direkt, das Spielgerät flog in einer absurden Kurve über den Schlussmann, klatschte an den Innenpfosten und von dort ins Tor. „So etwas probiert man nur, wenn man Selbstvertrauen hat“, sagt Co-Trainer Jürgen Zwetsch, der die Mannschaft mit dem Sportlichen Leiter Peter Schlegel betreute; Cheftrainer Frank Lieberknecht gönnte sich einen Kurzurlaub. Nicht nur Grässer strotzt vor Überzeugung, sondern die komplette Mannschaft. Seit dem 0:0 gegen den SV Altdorf-Böbingen steht der VfB stabil, auf diesem Fundament flutscht es auch in der Offensive. In Seebach wird Lieberknecht an die Außenlinie zurückkehren. Jürgen Zwetsch blickt dem Spiel gelassen entgegen: „Seebach spielt mit uns auf Augenhöhe. Aber bei unserem derzeitigen Selbstbewusstsein können wir beruhigt dort hinfahren.“ Von einer Krise zu sprechen, wäre ein Fehler. Als eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entronnen ist, belegt der 1. FC 08 Haßloch den dritten Tabellenplatz. Doch bleibt festzuhalten: Seit drei Partien wartet die Elf von Trainer Christian Lederle auf einen Sieg. Sie erzielte dabei kein einziges Tor. Chancen gab es reichlich, vor allem beim 0:0 gegen Mutterstadt, als Haßlocher Spieler in der ersten Hälfte viermal Pfosten und Latte trafen. „Wichtig war, dass wir uns überhaupt Chancen erspielt haben“, sagt Lederle, „wir standen uns halt selbst im Weg – oder das Aluminium.“ Nun führt der Weg am Sonntag (15 Uhr) zum SV Altdorf-Böbingen. Der Tabellenzwölfte feierte erst einen Saisonsieg (4:2 bei 08 Mutterstadt). „Es wird in diesem Spiel viel um Zweikämpfe gehen“, sagt Lederle. Auf „Knipser“ Marc Hofmeister muss er verzichten. Fakt zur Liga Den ersten Trainerabschied hat es in der Bezirksliga bereits gegeben. Am Dienstagabend legte Frank Wallenwein sein Amt beim FV Heiligenstein nieder. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden. Nach Aussage des Vorsitzenden Siegfried Dietrich in der Speyerer Ausgabe der RHEINPFALZ habe die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft nicht mehr gestimmt. (aboe)