Neustadt
Verkehrsversuch Hambach: Kontrollen angekündigt
Die Belastungen durch den Autoverkehr auf dem Weg zum und vom Schloss sind schon lange ein Thema in Hambach. Seit 1. Mai gilt eine neue Regelung, die zunächst als Versuch für ein Jahr angelegt ist. Dafür wurde die Bergsteinstraße für den Bergab-Verehr gesperrt, damit die Autos nicht die stellenweise recht enge Freiheitstraße nutzen, was besonders im Begegnungsverkehr ein Problem ist. Der Verkehr wird stattdessen über den Römerweg nach unten ins Dorf geleitet.
Doch wie reagieren die Bürger auf den Verkehrsversuch? Ortsvorsteher Pascal Bender sagt, bei ihm seien nur ein paar Beschwerden eingegangen. Andererseits habe er auch positive Rückmeldungen von Anwohnern aus der Bergstein- und Freiheitstraße erhalten, die vom Verkehr entlastet wurden.
Insgesamt hat Bender den Eindruck, dass sich die Neuregelung bewähre, aber das bedeute nicht zwingend, dass es langfristig so bleibe. Man habe vereinbart, den Verkehrsfluss ein Jahr lang zu beobachten. Erst danach werde entschieden. „Wir werden das ehrlich bewerten und auch die Eingaben der Bürger beachten. Ich bin da ergebnisoffen.“
Bei den Beschwerden, die ihn erreichten, sei es meistens um die Frage gegangen, ob es die Möglichkeit gebe, dass etwa Handwerker, Baustofflieferanten oder Möbeltransporte mit Lastwagen von oben die Häuser anfahren können, weil es von unten zu eng sei. An der Frage sei man dran.
Verkehrsdezernent Bernhard Adams berichtet, dass ihn zwei Eingaben zu der Hambacher Verkehrsführung erreicht hätten. In einem Fall sei es um den Anliegerverkehr gegangen, dem habe aber wohl ein Missverständnis zugrunde gelegen.
Ansonsten liege ihm nur eine weitere, wenn auch sehr ausführliche Beschwerde vor, informiert Adams. Insgesamt hat der Verkehrsdezernent daher den Eindruck, dass es keine größeren Probleme gebe, aber auch er will keine vorzeitigen Schlüsse ziehen und das Jahr abwarten.
Allerdings berichtet Adams auch davon, dass es Hinweise gebe, dass das Einfahrtsverbot von manchen bewusst ignoriert werde. Der Verkehrsdezernent kündigt daher an, dass es Kontrollen geben werde, um das zu ahnden und dann künftig zu verhindern.