Neustadt Vandalismus beim Deidesheimer Tempel

Kein schöner Blick in den Deidesheimer Tempel.
Kein schöner Blick in den Deidesheimer Tempel.

Der Deidesheimer Tempel in Haardt ist erneut zum Opfer von Vandalismus geworden. Zu den bereits seit dem Vorjahr vorhandenen Schmierereien gesellten sich wohl weitere „Unterschriften“. Anwohner berichteten am Sonntag vor einer lautstarken Fete in der Nacht davor. Der Deidesheimer Tempel oberhalb der Hüllsburg in der Nähe des Sonnenweges hat nichts mit Deidesheim zu tun, sondern ist nach seinem Erbauer Friedrich Deidesheimer (1804-1876) benannt. Der Kaufmann und Weingutsbesitzer entdeckte bei einer seiner Geschäftsreisen nach München im Englischen Garten einen sogenannten Monopteros – ein Rundbau mit Säulen ohne geschlossenen Innenraum. Er gefiel ihm so gut, dass er ihn 1853 nachbauen ließ. Deidesheim war Redner beim Hambacher Fest und später Neustadter Bürgermeister. In dieser Funktion bewirtete er die bayerischen Könige Maximilian II. und Ludwig I. in seinem Tempel auf der Haardt.

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