Neustadt Urinverlust und Beckenbodensenkung: Telefonsprechstunde mit Hetzelstift-Chefarzt

Gerald Staudenmaier
Gerald Staudenmaier

Was tun, wenn es rund ums Wasserlassen Probleme gibt? Fragen von Betroffenen will Hetzelstift-Chefarzt Gerald Staudenmaier am Dienstag am RHEINPFALZ-Telefon beantworten.

Gerald Staudenmaier, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Neustadter Hetzelstift-Krankenhaus, schätzt, dass jede zehnte Frau von unwillkürlichem Urinverlust und Beckenbodensenkung betroffen ist. Vor allem bei Älteren treten die Probleme auf, wenn das Gewebe durch Geburten und/oder schwere körperliche Arbeit geschwächt sei. Die Symptome seien: „Nicht Wasser lassen können, zu häufiges Wasserlassen und ungewolltes Wasserlassen.“

Staudenmaier leitet seit 15 Jahren das zertifizierte Beckenbodenzentrum am Hetzelstift, bietet Spezialsprechstunden und auch Behandlungen an. Er weiß: „Das Thema ist schambesetzt, oft ziehen sich die Betroffenen aus dem öffentlichen Leben zurück.“ Doch das müsse seiner Meinung nach nicht sein. Es gebe viele verschiedene Behandlungsmethoden. „Daher werbe ich: Gehen Sie zum Arzt, suchen Sie Rat und Hilfe.“ Staudenmaier lobt die Zusammenarbeit mit den Frauenärzten in Neustadt: „Sie schicken Betroffene zu uns, damit wir helfen können, und sagen nicht, dass die Leute im Alter mit solchen Problemen eben leben müssen.“ Selbst operative Eingriffe könnten in der Regel schonend und überwiegend ohne Vollnarkose erfolgen, betont Staudenmaier.

Erreichbar während der RHEINPFALZ-Sprechstunde ist Gerald Staudenmaier am Dienstag, 18. Februar, von 17 bis 18 Uhr unter Telefon 06321 890330. Über das Thema Urinverlust und Bockenbodensenkung spricht er zudem am Mittwoch, 26. Februar, ab 16 Uhr in einem kostenfreien Vortrag im GDA Wohnstift in der Haardter Straße. Organisiert wird diese Reihe vom Hetzelstift-Förderverein.

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