Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Umbruch bei A-Klasse-Fußballern des TSV Königsbach

Patrick Freudenmacher spielt nicht nur Fußball. Er ist auch auf dem Mountainbike im Ordenswald oder Pfälzerwald unterwegs. Foto:
Patrick Freudenmacher spielt nicht nur Fußball. Er ist auch auf dem Mountainbike im Ordenswald oder Pfälzerwald unterwegs.

„Neues Spiel, neues Glück.“ Vor dem schweren Heimspiel gegen den mit zwei Siegen gestarteten FV Dudenhofen II (Sonntag, 15 Uhr) will Routinier Patrick Freudenmacher den miserablen Saisonstart des TSV Königsbach in der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt schnell abhaken. „Uns ist allen klar, dass es in dieser Saison ganz schwer wird“, sagt der Mittelfeldspieler.

Neustadt. Nur ein Punkt mehr als die Konkurrenz reichte den Königsbachern vorige Saison, um am allerletzten Spieltag den Sturz in die B-Klasse zu vermeiden. Mit 1:5 Toren daheim gegen Phönix Schifferstadt und gar einem 1:13 beim laufstark attackierenden Aufsteiger SV Edenkoben gab’s für den TSV zum Auftakt allerdings gleich wieder gehörig was auf die Mütze. Ohne Punkt und mit einer Trefferquote von 2:18 sind die Gelb-Roten Tabellenletzter. Trainer Peter Ohlinger, der die Mannschaft während der vergangenen Punktrunde für Achim Naumer übernommen hatte, bleibt gelassen: „Mit vielen jungen, unerfahrenen Spielern stehen wir vor einem totalen Umbruch, der Zeit und Geduld erfordert.“

Nur zwei Routiniers auf dem Feld

An gestandenen Routiniers waren beim Debakel in Edenkoben nur Patrick Freudenmacher und Jan Kolbenschlag auf dem Platz, wobei der 29-jährige Freudenmacher bereits nach einer Stunde wegen einer schmerzhaften Schulterverletzung gezwungen wurde aufzuhören. Demgegenüber schickte Trainer Ohlinger fünf Akteure auf den Rasen, die vergangene Saison noch als A-Junioren gekickt haben. „Es ist ein Lernprozess für die jungen Leute. Sie ziehen alle eifrig und einsatzfreudig mit, was mich zuversichtlich stimmt, dass wir bald anfangen zu punkten. Wir dürfen nur nicht die Köpfe hängen lassen und müssen jede neue Aufgabe motiviert anpacken.“ Trainer und Mannschaft wissen in Königsbach ein verständnisvolles Vorstandsteam hinter sich, „das uns ohne Druck und ohne Hektik in Ruhe arbeiten lässt“, berichtet Patrick Freudenmacher.

Per raffiniertem Freistoß hatte der Spezialist für ruhende Bälle kurz vor seiner Auswechslung noch schnell den Ehrentreffer für Königsbach zum zwischenzeitlichen 1:9 ins Netz der Spielvereinigung Edenkoben gezirkelt. „Freistöße sind für ihn eine besondere Sache“, lobt der Trainer seinen erfahrenen Strategen, der auch Zweikampfstärke, Einsatzwillen und Ballbehauptung an ihm schätzt. Für die Nachwuchsspieler ist Freudenmacher Vorbild und Leitfigur.

Das Kicken an der Haidmühle beim VfL gelernt

Der gelernte Kfz-Mechatroniker ist nach sechs Jahren Schichtdienst seit Mai als Lagerist bei einem Neustadter Elektro-Großhandel tätig. „Jetzt habe ich gerade mal zwei Minuten zur Arbeit“, erzählt Patrick Freudenmacher, der ansonsten längere Distanzen gewohnt ist, wenn er mit seinem Mountainbike im Ordenswald oder Richtung Pfälzerwald unterwegs ist. Kicken lernte der gebürtige Neustadter beim VfL an der Haidmühle, wechselte schon als A-Junior zum TSV Königsbach. Dorthin ist der eher defensiv ausgerichtete Mittelfeldmann vor zweieinhalb Jahren von seiner letzten Station als Jugendtrainer beim TuS Wachenheim zurückgekehrt. Davor spielte Freudenmacher beim TuS Niederkirchen und TuS Diedesfeld, erlebte mit dem SV Gommersheim die Fußball-Landesliga, hatte auch etliche Einsätze in der Kreisauswahl.

Dudenhofen und Deidesheim „zwei dicke Brocken“

Die beiden nächsten Gegner, FV Dudenhofen II und Bezirksliga-Absteiger TSG Deidesheim, bei dem der TSV Königsbach am Freitag, 23. August, gastiert, zählt Patrick Freudenmacher zu den Titelfavoriten: „Zwei richtig dicke Brocken haben wir jetzt vor uns.“

Termine

Bezirksliga: VfB Haßloch – SV Südwest Ludwigshafen (Sonntag, 15 Uhr ), FC Lustadt – 1. FC 08 Haßloch (Sonntag, 16 Uhr)

A-Klasse: SV Altdorf-Böbingen - TSG Deidesheim (Freitag, 19. 30 Uhr)

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