Wasserball
U18 des SC Neustadt zeigt einige Mängel beim ersten Saisonsieg
Genie und Wahnsinn wechselten sich im Juniorenteam des SC Neustadt in der Zwischenrunde der U18-Wasserball-Bundesliga ab. Der SCN siegte zwar mit 18:7 (5:1, 5:3, 3:2, 5:1) gegen den Hamburger TB, doch der Erfolg hätte deutlich höher ausfallen müssen.
Es war der erste Saisonsieg der Neustadter U18-Mannschaft. Die Vorrunde mit sechs Rundenspielen in der Bundesliga B-Gruppe war sieglos verlaufen, der SCN für die Zwischenrunde in die C-Gruppe abgestiegen, die aus organisatorischen Gründen jetzt „F-Gruppe“ genannt wird. Um sich für die Relegationsrunde zu qualifizieren, muss der SCN mindestens Platz zwei in seiner Gruppe belegen. Zwei weitere Gruppen wurden mit stärkeren Teams gebildet, die dann nach Abschluss dieser Zwischenrunde ebenfalls auf insgesamt zwei Relegationsgruppen verteilt werden.
Nur acht Hamburger
Doch zuerst müssen die Neustadter ihr Spielverständnis verbessern, bevor an die Relegation zu denken ist. Obwohl Trainer Peter Jacqué sein stärkstes Team aufbot, gab es viele Mängel. Dabei waren die Hanseaten nur mit acht Spielern angereist. Ihr Tag begann früh mit der Zugfahrt ab 5.45 Uhr in Hamburg. Trainer Bernd Anders: „Wir haben viele Erkrankte und Verletzte. Einige kommen aus Kiel, die sind gar nicht mitgefahren. Sie kämen heute nicht mehr zu Hause an. Aber wir fanden es nur fair, heute anzutreten, statt die Partie zu verlegen. Zumal der Spielplan eng ist.“
Vielleicht unterschätzten die SCN-Jungs den Gegner mit Blick auf dessen Auswechselbank, auf der statt sechs Spielern nur ein Junior saß. Doch unter lauter Anfeuerung von Trainer Anders entwickelten die Gäste großen Kampfgeist und gaben trotz eines 1:5-Rückstandes nach dem ersten Viertel nicht auf. Als einem Neustadter ein haarsträubender Fehler passierte, den die Gäste zum Konter und zum 2:5 nutzten, „faltete“ der erboste Jacqué den Unglücksraben zusammen. Bis auf zwei Tore kamen die Gäste heran. Dann schaltete Flynn Laux den Turbo ein.
Spielaufbau zu langsam
Der 15-Jährige Laux ist neben Leon Köppl, Tim Weißler, Abel Karagics (alle Jahrgang 2008) und Jakob Sommer (2009) einer der Jüngsten im Team, wo normalerweise Spieler der Jahrgänge 2006 und 2007 spielberechtigt sind. Laux erzielte acht Treffer. Doch waren von seinen Teamkollegen viele ungenaue Pässe zu sehen. Eigenwillige Einzelaktionen und ein zu langsamer Spielaufbau kamen hinzu. Jacqué: „Wir waren zum ersten Mal in der komfortablen Situation, viele Chancen zu haben. Doch wir müssen lernen, mit unseren Chancen umzugehen. Das Spiel muss nach vorne schneller gehen.“
Im Tor wechselte sich Joona Vagts mit Dante Habel ab. Zunächst war Vagts zwischen den Pfosten, da Habel nach einer chaotischen Zugfahrt aus Frankfurt erst kurz vor Spielbeginn ankam. Habel spielte danach drei Viertel und zeigte, dass er bereits Erfahrung aus seinen Zweitliga-Einsätzen für das Frankfurter Männerteam mitbringt. „Unsere Abwehr war nicht perfekt, aber für mich ist diese Saison meine erste U18-Bundesliga-Saison. Fehler passieren, aber die können wir abstellen“, betonte Habel. Trainer Jacqué: „Das Ergebnis kann ich schwer einordnen. Hamburg hatte einige starke Spieler nicht dabei. Bei uns hat der letzte Biss gefehlt, die Partie ist nur so dahin geplätschert.“
Pokalhit nicht am 9. März
Im Hinblick auf das Viertelfinalspiel der Männer um den Deutschen Wasserball-Pokal gegen Spandau gibt es eine Terminverschiebung. Die Partie im Stadionbad ist nicht am 9. März. Voraussichtlich steigt sie erst nach Ostern. Das ist gut für den SCN: Dann sind mit Matthias Held und Xaver Schädler voraussichtlich zwei wichtige Spieler an Bord, die zum ursprünglichen Termin gefehlt hätten.