Wasserball U16-SCN-Wasserballer fahren nach Potsdam

SC Neustadt-Trainer Peter Jaqué sieht Chancen für die jungen Spieler. Sie trainieren zur Vorbereitung mit der U18-Mannschaft. Ar
SC Neustadt-Trainer Peter Jaqué sieht Chancen für die jungen Spieler. Sie trainieren zur Vorbereitung mit der U18-Mannschaft. Archiv

Die U16-Spieler des SC Neustadt sind am Wochenende in Potsdam in der Vorrunde zur deutschen U16-Meisterschaft gefordert.

Nicht nur die Zweitliga-Wasserballer des SC Neustadt und die U18-Junioren in der Bundesliga mischen die Szene im Wasserball auf, auch der Unterbau passt. Die U16-Jungs werden drei Spiele in zwei Tagen absolvieren. Am Samstag geht es zunächst um 15 Uhr gegen den hohen Favoriten Potsdam, um 18 Uhr spielen die Jungs von Trainer Peter Jacqué gegen Duisburg. Am Sonntag sind sie Frühaufsteher. Schon um 9.30 Uhr steigt die dritte Begegnung des Vorrundenturniers, dann gegen Hamburg.

Die beiden Ersten dürfen zur Zwischenrunde eine Woche später reisen. Doch Platz eins scheint schon an Potsdam vergeben, ohne dass ein Ballwechsel stattgefunden hätte. SCN-Coach Jacqué: „In Potsdam gibt es eine Sportschule. Hier findet eine frühe, intensive Förderung statt. Und es sind immer mehrere Jahrgänge spielberechtigt. Ein Jahr im Jugendbereich macht viel aus, vor allem in der körperlichen Entwicklung. Wir haben hingegen eine sehr junge Mannschaft mit vielen Spielen in den jüngeren Jahrgängen und damit auch eine Lücke in der Entwicklung.“

Junges Talent im Tor

Trotzdem gibt der SCN nicht auf. Jacqué: „Es muss alles erst gespielt werden.“ Wichtig sei, dass vor allem die Spieler des Jahrgangs 2009 am Wochenende fit seien. Allerdings seien zwei Spieler wegen anderer Termine nicht dabei.

Obwohl Jacqué natürlich besonders auf seinen älteren Jahrgang setzt, hat er einen richtigen Jungspund im Tor. Erik Lindenau ist erst 13 Jahre alt. Lindenau überzeugte vor einer Woche beim Sichtungslehrgang der süddeutschen Jugendwasserballer der U14. Er wird als Torwart beim Länderpokal „Stammpokal“ im süddeutschen Kader vertreten sein. Felix Laubscher und Jakob Sommer haben bereits auch Einsätze in der U18-Bundesliga hinter sich.

Zur Vorbereitung auf die starken Gegner der Vorrunde lässt Jacqué die Jungs in Trainingsspielen gegen das körperlich stärkere U18-Team des SCN antreten und mischt die U16-Spieler mit den U18-Jungs. „Damit werden sie an die rauere Gangart herangeführt. Und es geht zweimal in der Woche ins Schwimmtraining. Da müssen wir noch zulegen.“ Daher haben die Jungs fünfmal in der Woche Training, plus Spiele am Wochenende. Jacqué, der 78-jährige Coach und ehemaliger Schulleiter des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums, betont aber: „Es kommen dann auch Abmeldungen, wegen Klassenarbeiten oder anderer schulischer Termine. Schule geht natürlich vor.“

Auswärts-Klassenfahrt

Die Reise nach Potsdam ist dann auch wie eine kleine Klassenfahrt. Jacqué findet als altgedienter Pädagoge dabei den richtigen Mittelweg zwischen „langer Leine“ und „Ohren anlegen, jetzt spricht der Trainer“. Das Hotel liegt in Fußweite zum Schwimmbad. „Das ist für die Jungs schon was Besonderes, diese Fahrt und dieses Turnier“, so Jacqué. Erst in der U18 kommen die Spieler regelmäßig zu weiten Reisen quer durch Deutschland mit weiteren Übernachtungen.

Mit dieser Fahrt in den Osten trifft er die Buben in der Turnierwoche im Idealfall sogar an sieben Wochentagen. Auch wenn er lächelnd gesteht: „Mein Ziel als Trainer ist, ich möchte sie jeden Tag in der Woche sehen, außer sonntags.“

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