Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Haßloch: Die Zwischenanalyse von Neuzugang Sebastian Wieland

Sebastian Wieland (blau) auf der Platte für die TSG Haßloch.
Sebastian Wieland (blau) auf der Platte für die TSG Haßloch.

Neuzugang Sebastian Wieland erkennt viele Kleinigkeiten, die seine Mannschaft aus dem Konzept bringen. Mit einem Sieg am Samstag will sich Drittligist TSG Haßloch Selbstvertrauen für die kommenden Pfalzderbys holen.

Da nimmt Sebastian Wieland kein Blatt vor den Mund. „Es ist schon ärgerlich, wenn wir solche Spiele zu Hause nicht zu unseren Gunsten entscheiden“, sagt der 21 Jahre alte Neuzugang der TSG Haßloch über das 28:29 gegen Gelnhausen. Der Rechtshänder, der zu Saisonbeginn vom damaligen Regionalligisten HLZ Friesenheim-Hochdorf III kam, trauert schon dem einen oder anderen Punkt nach und nimmt sich auch selbst in die Pflicht. Am Samstag erwartet die TSG die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II (19.30 Uhr, TSG Sportzentrum).

„Es sind immer wieder Kleinigkeiten, die uns aus dem Konzept bringen“, sagt Wieland. Er meint damit Ballverluste, Passfehler und auch überhastete Abschlüsse.

„Wir müssen da einfach abgezockter agieren“, meint Wieland, der sich ebenso über so manchen verworfenen Konter ärgert. „Ich mache mir da schon sehr viele Gedanken.“ Dazu sieht er auch bei sich noch Luft im Abwehrverhalten im Unterzahlspiel.

Lernen von Florian Kern

Der in Dannstadt-Schauernheim lebende Akteur soll für die nächsten Jahre aufgebaut werden. „Ich bin froh, dass ich mit Florian Kern einen sehr erfahrenen Spieler auf meiner Position habe, der mir unheimlich viel mit auf den Weg geben kann“, so Wieland. Dass er dadurch weniger Spielanteile erhält, das nimmt er in Kauf: „Ich sehe mich am Anfang einer Entwicklung, um mich in der Dritten Liga zu etablieren.“

Dies bestätigt auch Cheftrainer Michael Übel, der ihn als sehr engagierten Spieler sieht, de im Training alles gibt, um sich für die Mannschaft anzubieten.

„Jede Sekunde nutzen“

„Jede Sekunde Spielzeit, die ich bekomme, will ich nutzen und zu 100 Prozent zeigen, was ich kann. Es ist noch Luft nach oben“, erzählt Wieland. Den Wechsel zu Bären nennt er auch als ein „Glückslos“, nachdem ihn Kevin Seelos, der Sportliche Leiter der Bären, frühzeitig, als es sich abzeichnete, dass er das HLZ Friesenheim-Hochdorf III verlassen werde, ansprach. „Wir sind in Haßloch eine tolle Truppe, die sich auch neben dem Platz sehr gut verstehe“.

Sebastian Wieland auf der Piste.
Sebastian Wieland auf der Piste.

Wieland ist ohnehin ein geselliger Mensch, dem das Miteinander viel bedeutet. Sich mal mit Freunden auf eine Weinschorle zu treffen, das ist ihm genauso wichtig, wie an den freien Trainingstagen mal auf der Couch zu liegen. „Auch wenn ich in Hochdorf einige Partien in der Dritten Liga spielen durfte, ist es jetzt noch mal ein anderes Niveau, dem ich neben meinem Beruf auch alles unterordne“, sagt Wieland, der als Anlagenmechaniker in der Kopfklinik am Universitätsklinikum in Heidelberg für die gesamte Technik zuständig ist. „Durch die flexiblen Arbeitszeiten kann ich Beruf und Handball gut vereinbaren, ohne das Treffen mit Freunden zu vernachlässigen.“

Mit dem Skateboard in Serfaus

Dabei gilt der Vorderpfälzer, der seine sportliche Ausbildung beim TV Hochdorf und dann beim HLZ Friesenheim-Hochdorf durchlief, ohnehin als sehr sportaffin. Wenn es seine Zeit erlaubt, dann ist er auch gerne im Winter auf der Piste unterwegs. Und das nicht auf Skiern, sondern auf dem Snowboard. „Ich bin zwar mit den Skiern groß geworden, aber inzwischen liebe ich das Snowboard viel mehr und ich freue mich schon auf die Weihnachtspause, wenn ich dann wieder auf die Piste kann“, erzählt Wieland. Diesmal geht es wieder nach Serfaus, wo er immer wieder gerne ist.

Bis zur Winterpause möchte er sich bei der TSG noch weiter entwickeln und mit der Mannschaft weitere Zähler einfahren. Gerade die Bilanz von 1:5 Zählern vor eigenem Publikum wurmt ihn schon sehr. Deshalb sollen gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen, dem Nachwuchsteam der HSG Wetzlar die nächsten Punkte her. Mit 4:6 Punkten befinden sich die Lahnstädter noch hinter ihren eigenen Erwartungen. „Wir müssen einfach unser Potenzial besser auf die Platte bringen und unsere Kleinigkeiten minimieren“, bringt es der Mann mit der Nummer 3 auf den Punkt. „Dutenhofen ist eine Mannschaft, die wir schlagen können.“

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