Neustadt Traum von der A-Gruppe ausgeträumt

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Esslingen (kle). Ausgeträumt. Nach zwei Niederlagen am Wochenende gegen den SSV Esslingen verbleibt Wasserball-Bundesligist SC Neustadt vorerst in der B-Gruppe. Die Schwaben, Tabellenfünfter der A-Gruppe, siegten am Samstag mit 25:11 (7:3, 8:3, 3:2, 7:3). Am Sonntag folgte für den SCN eine 9:17 (2:4, 1:5, 3:4, 3:4)-Niederlage.

Die Pfälzer mussten kurzfristig ihre Mannschaft umstellen, nachdem Laurence Tummings wegen einer Verletzung ausgefallen war. Für Torwart Michael Knelangen ist die Saison wegen einer Fingerverletzung bereits beendet. Beide Spieler waren am Samstag jedoch dabei, um ihr Team zu unterstützen. Die Pfälzer starteten nach Toren von Stefan Ehrenklau und Huston Middlesworth mit 2:0. Das 3:0 lag in der Luft, doch die Schiedsrichter entschieden bei einem SCN-Angriff auf Stürmerfoul und Hinausstellung von Oliver Görge. In Unterzahl kassierte Neustadt den Anschlusstreffer. Die Pfälzer verloren ihre Linie. Es häuften sich in der Folge Ballverluste nach fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns Jens Boysen und Rüdiger Trommer. Aber auch das enge Becken in Esslingen, das die Schwaben mit einer Ausnahmegenehmigung nutzen durften, lag den Pfälzern absolut nicht. Sie konnten so ihre schwimmerischen und taktischen Stärken nicht entfalten. Wiederholt gab es Aufregung am Beckenrand bei Trainer Janusz Gogola, der sich schließlich wegen seiner Reklamationen die Gelbe Karte einhandelte. Bei 15 Zeitstrafen gegen Neustadt, aber nur drei gegen Esslingen waren seine Proteste verständlich. Trotz der hohen Unterzahlquote kämpften die Pfälzer um jeden Treffer. Torwart Abel Müller steigerte sich in der zweiten Hälfte und parierte zahlreiche SSV-Chancen. Barnabas Albert, der nach einer Sperre von sechs Spielen wieder im Team war, fiel an beiden Spieltagen mit jeweils sechs Treffern positiv auf. Allerdings agierte er bei weiteren Gelegenheiten teils zu eigensinnig. Ein sehenswertes Tor lieferte Kevin Oliveira aus großer Entfernung mit „links“. Dennoch waren die Neustadter enttäuscht: „Kaputt gepfiffen“ war das einhellige Fazit. Stefan Ehrenklau: „Ich wurde extrem behindert und sehr oft gehalten.“ Kapitän Matthias Held betonte: „Eine Katastrophe, so zu pfeifen.“ Am Sonntag war ein anderes Schiedsrichtergespann am Werk, das Verhältnis der Zeitstrafen mit 8:7 relativ ausgeglichen. „Es war ein vollkommen anderes Spiel“, informierte Trainer Janusz Gogola. Er hakte die Begegnungen gegen Esslingen schnell ab. „Wir müssen sehen, dass wir am 2. Mai in Berlin gegen Wedding in einem ebenfalls so kleinen, engen Becken besser klar kommen.“ Dort wird dann gegen den Abstieg gespielt.

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