Wasserball
Trainer des SC Neustadt benennt Problem in der Vorbereitung
Herr Preuß, das Spiel am Samstag gegen Nürnberg sollte eigentlich das letzte in dieser Saison sein. Jetzt kommt es doch noch zum Wiederholungsspiel gegen Friedberg voraussichtlich am Samstag, 31. Mai, um 19 Uhr – die Zustimmung des Rundenleiters vorausgesetzt. Was halten Sie und Ihr Team von dieser Neuansetzung?
Es gibt zwei Lager zu diesem Thema. Auf der einen Seite ist das Spiel unnötig wie ein Kropf. Es verursacht nur zusätzliche Zeit, Geld für Schwimmbad-Miete, Anreise-Schiedsrichterkosten, Kosten für die Auswärtsmannschaft. Das Spielergebnis trägt ja nichts zu einer großen Veränderung in der Tabelle bei. Auf der anderen Seite haben wir in Richtung Aufstiegsturnier zu schauen, und damit zumindest noch mal ein richtiges Trainingsspiel.
Noch ist der SCN in der Zweiten Liga in dieser Saison ohne Niederlage. Wie sieht der Plan aus, dass es auch gegen Nürnberg so bleibt?
Es bleibt auf jeden Fall spannend. Bei dem Spiel in Nürnberg, sind Kosta Sopiadis und Lukas Rolko nicht dabei. Ferner ist Matthias Held noch ein Spiel gesperrt nach seiner Roten Karte im Pokalendspiel in Ludwigshafen nach Diskussionen mit den Unparteiischen. Es gab eine Sperre von zwei Spielen. Es wird auf jeden Fall nicht einfach, in Nürnberg zu spielen. Auch im Nachholspiel gegen Friedberg werden Spieler wegen des verlängerten Wochenendes fehlen. Ziel ist es, die Null zu halten, also ohne Verlustpunkt zu bleiben.
Ein Blick zurück auf diese Spielzeit. Welches Ergebnis, vielleicht auch eines anderen Vereins, hat Sie am meisten überrascht?
Überrascht hat mich auf jeden Fall Ludwigshafen. Zu Beginn der Saison sah es so aus, dass durch den Trainerwechsel sowie das Kürzertreten mancher Spieler die Mannschaft auseinanderfallen würde. Dies wäre schade für die Region gewesen. Es ging aber ein Ruck durch das Team, und plötzlich könnte Ludwigshafen am Ende Zweiter in der Runde werden.
Sie sind mit der klaren Vorgabe in die Saison gegangen, Meister zu werden, das Aufstiegsturnier zu erreichen und aufzusteigen. Jetzt gibt es also eine Menge Druck, auch wenn Gegner und genaue Modalitäten der neuen Zweiten Bundesliga noch nicht feststehen. In den vergangenen Jahren ließ die Trainingsbeteiligung nach Saisonende immer stark nach. Was passiert in den nächsten Wochen in der Männermannschaft?
Dadurch, dass wir schon vorzeitig die Meisterschaft errungen haben, ist schon ein wenig das Gefühl von Saisonende da, was nicht gut ist. Hinzu kommt das alljährliche Problem der Badschließung wegen dem Abbau der Traglufthalle. Deshalb haben wir im Moment wieder das Problem mit den Trainingsbedingungen. Wir trainieren in Leimen, Ludwigshafen und Bad Dürkheim. Deshalb ist das Training nicht optimal. Ab dem 29. Mai können wir uns wieder unter den üblichen Trainingsbedingungen auf das Turnier vorbereiten, das Ende Juni sein wird. Es bleiben uns also vier Wochen, um unsere konditionellen Fertigkeiten und taktischen Fähigkeiten weiter zu optimieren.
Wie viel Zeit investieren Sie selbst in der Woche neben Ihrem Brotberuf als Lehrer am Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Wasserball?
Wenn man was mit Liebe und Herz macht, dann schaut man nicht auf den Faktor Zeit. Man macht es einfach. Das gilt für die fünf bis zehn Stunden, die bei Auswärtsspielen anfallen können, oder etwa die neun Stunden innerhalb der Woche für das Training. In meinem Beruf, in den ich die meiste Zeit investiere, ist es genauso. Ich freue mich wie ein kleiner Bub, wenn Ferien sind, aber lebe nicht von Wochenende zu Wochenende beziehungsweise von Ferien zu Ferien, sondern bin gerne in der Schule und gehe meiner Berufung nach.