Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Tortenfeli: Süße Unikate mit Liebe gemacht

Für sie ist Konditormeisterin ein Traumberuf: Felicitas Johannsen.
Für sie ist Konditormeisterin ein Traumberuf: Felicitas Johannsen.

Seit Anfang Januar hat Diedesfeld einen neuen Anziehungspunkt für Leckermäuler: Felicitas Johannsen eröffnete ihre Konditorei in der Kreuzstraße 1. Ihr Sortiment besteht aus frisch gebackenen Kuchen, Torten und Törtchen.

„Schon im Elternhaus fand ich es gemütlich, in der Küche zu stehen und zu helfen, wenn Mama backt und Papa kocht“, erinnert sich Felicitas Johannsen. Das Feuer für ihren späteren Beruf wurde dann aber bei einem Schulpraktikum entzündet. „Ich war in einer größeren Konditorei, und danach war einfach alles klar. Da gab es überhaupt keine Zweifel, dass Konditorin für mich der richtige Beruf sein wird.“ Etwas mit eigenen Händen zu machen und am Ende des Tages zu sehen, was man geschafft hat, das mache sie glücklich und zufrieden.

So machte Johannsen ihre Konditorlehre in ihrem Praktikumsbetrieb. Danach folgten mehrere Stationen bei Betrieben in München, Deidesheim, Wiesbaden und in ihrem Kindheitsort Hambach. Um für die Selbstständigkeit gerüstet zu sein, machte sie ihren Meister. Denn schon früh liebäugelte sie damit, „irgendwann so was Kleines, Eigenes aufzubauen, in dem ich alleine die Verantwortung für mein Handeln habe“.

Einzug in Ex-Bäckerei

Als dann ihr letzter Arbeitgeber, das Weincafé am Rebenhof in Hambach, schloss, war die Zeit reif. Räume fand sie in unmittelbarer Nachbarschaft, nämlich in der Diedesfelder Kreuzstraße, wo eine Bäckereifiliale gerade ausgezogen war. Direkt hinter dem Verkaufsraum mit zwei temperierten Kuchentheken befindet sich die Backstube mit großem Backofen. „Obwohl hier vorher schon eine Bäckerei ansässig war, musste ich die technische Ausstattung von Backofen über Kühlhaus bis zum Froster erst passgenau für meine Bedürfnisse anschaffen.“ Die Monate bis zur Eröffnung im Januar waren daher gefüllt mit Businessplanerstellung, Geräteauswahl und –beschaffung, Renovierung und Einrichtung. „Es hat schon Mut gebraucht, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, aber es war für mich der richtige Zeitpunkt.“

Die Öffnungszeiten sind so gestaltet, dass Johannsen den Betrieb alleine stemmen kann. Vormittags backt sie alle Kuchen frisch in der Backstube und legt letzte Hand an Torten und Törtchen. Ab 12 Uhr ist dann der Laden für den Verkauf geöffnet. „So habe ich den direkten Kontakt zu den Kunden und höre, was ihnen schmeckt und was sie sich vielleicht noch wünschen“, erzählt sie. Im Sortiment hat die 30-Jährige täglich sieben bis elf Sorten, die nach ein paar Wochen entsprechend der Saison wechseln: beispielsweise Bayrische-Creme-Bratapfel-Törtchen, vegane Cassistörtchen mit Haselnusscreme, Passionsfruchtsahne- und Kastaniensahnetorte oder beschwipster Apfelkuchen mit Schmand.

Geheimtipp: Käsekuchen

Eine Konstante ist ihr Käsekuchen, ob pur, mit Kirschen oder anderem Obst. „An dem Rezept habe ich lange getüftelt, bis er von Konsistenz und Geschmack her so war, wie ich mir einen perfekten Käsekuchen vorstelle.“ Herkunft und Qualität der Produkte sind ihr wichtig, weshalb sie für den Zwetschgenkuchen mit Streuseln momentan tiefgekühlte Zwetschgen verwendet. Denn lieber verarbeitet sie regionales Obst auf dem Tiefkühler als frisches aus dem Ausland.

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