Neustadt
Tischtennis: Erste Saisonniederlage für Frauen des VfL Duttweiler
Schon mit sieben Jahren stand Katharina Bruck mit Opa Helmut Braun zusammen an der hauseigenen Tischtennisplatte. Garagen-Tischtennis war angesagt, wie bei so vielen Nachwuchsspielern, die sich dem Sport mit dem kleinen weißen Ball widmen. Seit dieser Saison tritt die gerade 17 Jahre alt gewordene Bruck in der Oberliga Südwest an.
Auch mal ein bisschen Klavierspielen ist angesagt, wenn die Gymnasiastin Zeit hat. Dann klimpert die Schülerin des Käthe-Kolowitz-Gymnasiums in Neustadt auch mal sanft auf dem Flügel. „Ich habe schon lange keinen Unterricht mehr. Spiele mehr für mich“, verrät Bruck, die auch gerne mal Fußball schaut, dann dem FC Bayern München die Daumen drückt. Dass ihr das Klavierspielen beim Tischtennis weiterhilft, glaubt sie eher nicht. „Da gibt es keine Verbindung. Auch nicht, was das Ballgefühl angeht“, meint Bruck.
Schnell mit Tischtennisvirus infiziert
Fünf Minuten, einmal quer durch Duttweiler, muss Bruck laufen, wenn sie in ihrem Heimatdorf zum Training die Halle aufsucht. Mit dem Tischtennisvirus war sie schnell infiziert. „Ich war einmal in der Halle beim Training, und ab dem Zeitpunkt war ich dann eigentlich regelmäßig im Training“, erzählt Bruck. Was daraus folgte, waren viele Turniersieg. Mit ihren Teamkolleginnen wechselte sie sich bei Turniererfolgen faktisch ab und belegte regelmäßig Plätze auf dem Siegerpodest. In diesem Jahr gewann sie Silber bei den südwestdeutschen Meisterschaften der Altersklasse U18 im Doppel, holte x-fach Titel im Nachwuchsbereich bei Pfalzmeisterschaften, Top-10- und Top-12-Ranglistenturnieren in der Pfalz, spielte bei den südwestdeutschen Meisterschaften mit. Auch für das Top-48-Bundesranglistenturnier, eines der bestbesetzten Turniere bundesweit, war sie qualifiziert. Die Mannschaftserfolge mit der Nachwuchsgilde des VfL Duttweiler ließen ebenfalls nicht auf sich warten. Südwestdeutsche Meisterin wurde Bruck mit ihrem Team, gewann auch die Pfalzmannschaftsmeisterschaft und nahm an der nationalen Meisterschaften für Nachwuchsteams teil. „Ich will auch in diesem Jahr zu den deutschen Mannschaftsmeisterschaften“, sagt Katharina Bruck, gefragt nach ihren Saisonzielen, auch wenn es dort gegen die besten Gegner wieder ganz schwer werde.
Stark bei den Aufschlägen
Dreimal in der Woche ist Bruck im Regelfall im Training. „Seit Yulia Andryan da ist, entwickeln wir uns noch mal sehr gut weiter. Sie macht sehr gutes Training“, sagt die Angriffsspielerin über die VfL-Spielertrainerin.
Bruck sieht ihre Aufschläge als ihre beste Waffe. „Arbeiten muss ich noch an der Beinarbeit und an meinem Rückhandtopspin“, fügt die 17-Jährige hinzu. Ihre Mitspielerinnen sieht sie auch als gute Freundinnen.
Nur ein Satzgewinn im Einzel
In der Oberliga muss sich die Nachwuchsspielerin jedoch noch an einiges gewöhnen. „Es ist schon ein ganz anderes Gefühl, allein schon weil jetzt ein Oberschiedsrichter in der Halle ist“, erklärt Bruck den Unterschied zu niederen Spielklassen. Das etwas andere Gefühl lernte sie jetzt bei der ersten Saisonniederlage, einem 4:6 gegen die DJK SV RW Finthen, kennen. Wieder spielte sie im Spitzenpaarkreuz, weil VfL-Spitzenspielerin Paloma Beutler fehlte. Gegen Finthens Layla Eckmann gelang ihr immerhin ein Satzgewinn. Der so stark spielenden Daniela Fetzer musste Bruck nach einem 0:3 gratulieren.
Ärgerlich, dass der VfL Duttweiler gleich drei Spiel knapp im fünften Satz verlor. Auch Yulia Andryan musste gegen Eckmann, nachdem sie einen 1:2-Satzrückstand nochmals hatte egalisieren können, die erste Einzelniederlage der Saison hinnehmen.
So spielten sie
VfL Duttweiler – DJK SV RW Finthen 4:6
Ergebnisse: Yulia Andryan/Jacqueline Weiß 3:0 (kampflos), Katharina Bruck/Anna-Sophie Ebert – Layla Eckmann/Daniela Fetzer 0:3-Sätze, Andryan – Fetzer 3:0, Bruck – Eckmann 1:3, Weiß 3:0 (kampflos), Ebert – Anke Hellert 2:3, Andryan – Eckmann 2:3, Bruck – Fetzer 0:3, Weiß – Hellert 2:3, Ebert 3:0 (kampflos).