Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Tennis-Frauen der SG Neustadt/Edenkoben fehlt noch ein Punkt zum Regionalliga-Aufstieg

Sein Name darf nicht ausgesprochen werden: Lord Voldemort gilt in den Harry-Potter-Geschichten als einer der schrecklichsten und
Sein Name darf nicht ausgesprochen werden: Lord Voldemort gilt in den Harry-Potter-Geschichten als einer der schrecklichsten und mächtigsten schwarzen Magier aller Zeiten. Und bei den Frauen der Spiegemeinschaft Neustadt/Edenkoben wird das Wort Aufstieg nicht in den Mund genommen ...

Wer „Voldemort“ kennt, der dessen Namen man in den Harry-Potter-Abenteuern nicht aussprechen darf, kann sich in die Stimmung der Damen-60 der SG Grün-Weiß Neustadt-Edenkoben hineinversetzen. Sie vermeiden es tunlich, das Wort „Aufstieg“ in den Mund zu nehmen. Nach einer starken Saison in der Oberliga stehen sie vor dem letzten Spieltag an der Tabellenspitze und klopfen an der Tür zur Regionalliga.

Zum Abschluss der Saison geht es am Sonntag um 14 Uhr zum TC BW Bad Breisig. Der Spielgemeinschaft würde ein Unentschieden reichen. Die beiden Verfolger Niederwürzbach und Blau-Weiß Beckingen weisen 7:3 Punkte auf und treffen aufeinander. Beckingen hat allerdings im Saisonverlauf einen Gang zurückgeschaltet. Daher fürchtet Inge Heyer-Braun, Spielführerin der Spielgemeinschaft Neustadt/Edenkoben, dass sie dort keine Schützenhilfe erhalten. „Wir wollen das Wort Aufstieg wirklich noch nicht aussprechen. Aber wir wollen am Sonntag gewinnen. Erst dann machen wir uns um eine Feier Gedanken“, betont sie.

Die 63-Jährige spielt seit 30 Jahren Tennis und hat erst nach der Geburt ihrer Tochter mit dem Sport begonnen. „Ich war damals total unsportlich. Mein erster Trainer hat gedacht, er bringt mir das nie bei“, gesteht sie. Doch durch fleißiges Trainieren und Spielen hat sie sich weiterentwickelt. „Damals spielte ich beim TSV Haßloch. Es war eine tolle Gruppe, ich wurde sehr nett aufgenommen. Wir sind dann von der untersten Spielklasse bis in die Verbandsliga durchmarschiert“, erinnert sie sich. Vier Spielerinnen sind in der aktuellen Mannschaft aus Edenkoben bei der Spielgemeinschaft mit Neustadt dabei. Ulrike Lenhoff, Wiltrud Wengler, Hildegard Ehmer und Gabi Irmer verstärken das Team seit neun Jahren. Die Symbiose funktioniert hervorragend. Trainiert wird in Edenkoben, die Heimspiele gehen in Neustadt über die Bühne. Heyer-Brauns Aufgabe ist vor allem die Koordination der Termine, des Trainings und die Absprache, wer die Köstlichkeiten mitbringt, mit denen sich Gegnerinnen und Mannschaftskolleginnen während der Heimspiele stärken. „Hier hilft das Internet. Die Whats-App-Gruppe ist optimal, um sich schnell abzusprechen“, betont sie.

Die Damen-50 von Rot-Weiß Neustadt spielen in der Oberliga am Samstag um 13.30 Uhr bei Park TC Grünstadt. Sie stehen von Abstiegssorgen frei stabil auf dem zweiten Tabellenrang. Sorgen müssen sich dagegen die Herren-60 des TC Haßloch in der Oberliga machen. Sie haben erst einen Sieg verbucht. Am Sonntag um 14 Uhr ist der TC Trier in Haßloch zu Gast. „Wir müssen gewinnen. Die Saison war von Ausfällen und Pech geprägt. Gegen Trier verloren wir im Vorjahr knapp mit 10:11. Jetzt geht es gegen Trier um alles“, sagt Mannschaftsführer Günther Flach. In der gleichen Liga hat die SG Edenkoben/Haßloch/Meckenheim noch Aufstiegschancen. Beim Gastspiel um 14 Uhr bei der SG Lahnstein/Koblenz geht es zum Saisonabschluss um die Tabellenführung.

Am Montag um 13 Uhr treten die Herren-70 des TC Haßloch in der Südwest-Liga beim TC Rot-Weiß Kaiserslautern an. Das Team von Spielführer Gerd Laque hat frühzeitig den Klassenverbleib als Aufsteiger gesichert und steht mit 4:4 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Die Herren-65 des TC Haßloch spielen als Tabellenletzter bereits am Freitag um 13 Uhr bei Tabellenführer GW Idstein. Das bedeutet: trübe Aussichten, um ausgerechnet jetzt den ersten Punkt zu holen. Haßloch hat null Punkte aus drei Spieltagen, Idstein die Optimalausbeute von drei Siegen.

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