Neustadt Standort für WC-Anlage gesucht

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Einstimmig hat der Bau-, Verkehr- und Entwicklungsausschuss (BVE) in seiner Sitzung am Donnerstagabend die vorgesehene Entscheidung der Auftragsvergabe über die „grundhafte Sanierung der öffentlichen Toilettenanlage am Bahnhof“ an die Firma Hering Sanikonzept, Burbach, vertagt. Der Hintergrund: Die Toilettenanlage, die 1998 errichtet wurde, ging durch den Kauf des Grundstückes von der DB Immobilien GmbH in das Eigentum der Gemeinde über. Allerdings ist die Anlage seit längerer Zeit nicht benutzbar, da die Türsteuerung defekt ist. Eine Überprüfung habe ergeben, so Bauamtsleiter Wolfgang Jünger, dass für den Weiterbetrieb eine grundhafte Sanierung der Technik sowie der Inneneinrichtung erforderlich sei, die laut vorliegendem Angebot rund 35.000 Euro Kosten verursachen würde. Für die Reinigung und Wartung der Anlage, die bisher ebenfalls von der Firma Hering durchgeführt werden, fallen monatlich Kosten in Höhe von 1220 Euro an. Die Verwaltung beabsichtige, zukünftig nur die technische Wartung durch die Fachfirma ausführen zu lassen und die Reinigung an einen örtlichen Anbieter zu vergeben. Die Mitglieder des Bauausschusses forderten in der anschließenden Diskussion übereinstimmend, kostengünstigere Alternativen zu überprüfen. Hans Bendel (SPD) verlangte einen „vernünftigen Standort“, um was „Richtiges“ zu bauen, es sei „unglücklich“, das Geld für die Sanierung auszugeben. Es werde immer wieder Probleme mit der Technik geben. Er regte an, mit dem Eigentümer, der südlich des Bahnhofs Garagen errichten will, über den Verkauf einer Fläche für den Bau einer Toilettenanlage zu sprechen. Jürgen Scheweiler-Würzburger (CDU) kritisierte ebenfalls, „was da steht, ist auf Dauer keine Lösung“. Er führte den Toilettencontainer der Grillhütte an, der getrennte Toiletten für Männer und Frauen biete und zudem nur halb so viel gekostet habe. Durch den Einbau einer Schließanlage könne eine durchgehende Nutzung gewährt werden. Susanne Pfisterer (HLL) stellte in Frage, ob sich Haßloch überhaupt eine Toilettenanlage leisten müsse. Neben geringen Einnahmen seien die Kosten zu hoch. Zusätzlich gebe es das Problem, dass häufig die Unterführung anstatt der Toilette genutzt werde. Hans Wolf (SPD) monierte die Reinigungskosten in Höhe von rund 15.000 Euro jährlich. Bürgermeister Lothar Lorch (CDU) erläuterte, dass nach dem Ankauf des Geländes der Vertrag mit der Firma Hering, der die Toilettenanlage gebaut hat, übernommen wurde. Dies sei auch auf Anregung des Seniorenbeirates geschehen, der einen entsprechenden Bedarf gesehen habe. Alternativen wie beispielsweise die Bahnhofsgaststätte seien damals bereits geprüft worden, hätten aber nicht realisiert werden können. Wichtige Faktoren für eine Entscheidung seien unter anderem die zentrale Lage, die Versorgungs- und Entsorgungsleitungen und die Öffnungs- und Schließzeiten. Der Antrag auf Vertagung des Beschlusses fiel einstimmig. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine günstigere wirtschaftliche Lösung vorzuschlagen. Geprüft werden sollen alternative Standorte bei den geplanten Garagen gegenüber dem Bahnhofsgebäude und bei der geplanten Park-and-ride-Anlage auf dem ehemaligen Raiffeisengelände. Ebenfalls geprüft werden soll, ob sich die Kosten für die Reinigung verringern, wenn die Arbeiten von der Gemeinde übernommen werden. |uhk

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