Neustadt
St. Martin: Weinprinzessin Marie Becker hat ihr Amt angetreten
17 Jahre jung ist Marie Becker, die neue Weinprinzessin von St. Martin. Ihre Krönung hat sie bereits hinter sich – nun hat auch ihre „Arbeit“ begonnen.
„Eine Beziehung zum Wein, Ahnung vom Wein, Offenheit“, das brauche eine Weinprinzessin, sagt Marie I., die im alltäglichen Leben Marie Becker heißt und die 11. Klasse auf dem Gymnasium in Edenkoben besucht. Familiär ist sie vorbelastet: Ihre Eltern führen ein Bio-Familienweingut und das Hotel-Restaurant „Winzerhof“ in St. Martin. Außerdem besteht ihr Stammbaum aus Weinhoheiten – so war ihre Mutter schon St. Martiner Weinprinzessin, ihre Schwester sogar St. Martiner und Pfälzische Weinprinzessin.
Dadurch hatte Becker schon früh Einblick in das Amt gewonnen, ihre Neugier war geweckt: Ihre Schwester war ihr Vorbild, berichtet sie, und die Wahlen zur Deutschen Weinkönigin verfolge sie auch schon regelmäßig seit der frühen Kindheit. Den Abend im Saalbau finde sie „immer noch cool“. Am liebsten trinkt die neue Weinprinzessin Gelben Muskateller, einen in Deutschland eher seltener verbreiteten lieblichen Weißwein. Aber auch trockener Wein darf es mal sein: „In meiner Familie wird fast nur trocken getrunken, da habe ich mich dann dran gewöhnt.“ Egal ob rot oder weiß, Becker will kraft ihres Amtes ganz allgemein „die Freude am Wein weitergeben“.
Becker zum neuen Amt: „Ich lasse mich überraschen“
Angst vor dem Stress des Amtes hat Becker nicht. „Ich freue mich drauf. Ich lasse mich überraschen“, erklärt sie. Es sei sicher eine „schöne Erfahrung“. Sie freue sich darauf, neue Leute zu treffen und generell viel dazuzulernen. Immerhin ist die 17-Jährige ja auch bisher schon engagierter Teil der Gemeinde: In Edenkoben startet sie in der Leichtathletik und ist außerdem begeisterte Sängerin beim Jugendchor in St. Martin. Und als wäre das nicht schon genug, betreut sie auch noch Jüngere bei der katholischen Jugendgemeinde und hilft bei Veranstaltungen – zum Beispiel bei Zeltlagern.
Später hier zu leben kann sich Becker gut vorstellen, aber nach dem Abitur 2021 – dann ist auch ihre Amtszeit als Weinprinzessin vorbei – soll es trotzdem erstmal weiter weg gehen, in Richtung Asien, Australien. Beruflich findet sie selbstverständlich die Richtung Weinbau interessant, dennoch bleibt sie offen: „Ich lasse es auf mich zukommen“.
Ihr erster Auftritt nach ihrer Krönung war beim St. Martiner „Weinweg“, einer Weinprobe lokaler Winzer entlang des Wein- und Steinlehrpfades. Als Weinprinzessin war sie da aber nur am Freitag zur Eröffnung, am Samstag war sie als Helferin bei der Landjugend eingeteilt – stets engagiert.