Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Störche sterben in Stromleitung

Störche sind Stammgäste in Lachen-Speyerdorf.
Störche sind Stammgäste in Lachen-Speyerdorf.

Aufregung in Lachen-Speyerdorf: Dort sind am Freitag in der Nähe der Autobahn zwei tote Störche gefunden worden. Um den Nachwuchs zu retten, wurden fünf Eier zur Aktion Pfalzstorch nach Bornheim gebracht.

Ein Spaziergänger meldete sich am Freitag bei Lachen-Speyerdorfs Ortsvorsteher Claus Schick und informierte ihn, dass an der Stromleitung bei der Autobahn zwei tote Störche seien. Schick griff dann ebenfalls zum Telefon und informierte Manfred Sauter, den Vorsitzenden des Storchenvereins.

Dieser machte sich gleich auf den Weg und traf vor Ort auf zwei Mitarbeiter der Pfalzwerke und einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung. „Ein Vogel lag tot am Boden, ein anderer hing noch oben in der Stromleitung“, so Sauter. Der erfahrene Storchenexperte hatte gleich eine Ahnung, die sich dann auch anhand der Nummern der beringten Tiere bestätigen sollte.

Erneut in Streit geraten

Die beiden toten Vögel haben beide einen Bezug zu Lachen-Speyerdorf. „In der Goethestraße ist ein Storch vergangenes Jahr von einem anderen vertrieben worden“, sagt Sauter. Nun hätten sich die beiden Vögel wieder getroffen, seien erneut in Streit und dabei in die Starkstromleitung geraten und dann verendet. „Das kann leider passieren.“

Bitter sei die Geschichte insofern, da er den im Vorjahr vertriebenen Storch am Samstag in der RHEINPFALZ gesehen habe: Er hatte mit einer neuen Partnerin in Ruppertsberg ein Nest gebaut. Doch trotz des neuen Glücks sei der alte Ärger hochgekocht. In Absprache mit der Aktion Pfalzstorch machte sich Sauter mit dem Hubsteiger der Pfalzwerke auf den Weg in die Goethestraße. Dort entnahm er die fünf Storcheneier und brachte sie in die Storchenscheune. „Dort wurden sie einem flugunfähigen Paar untergejubelt. Sie können also ausgebrütet werden.“ Ein Storch könne hingegen nicht alleine ausbrüten und sich um den Nachwuchs kümmern. Für das Nest in Ruppertsberg hoffe er, dass die Störchin noch einen neuen Partner zum Ausbrüten findet: „Da ist Zeit bis Anfang Mai.“

Schick wiederum hofft, dass das Nest in der Goethestraße nicht lange verwaist bleibt. Sauter kann hier Positives berichten: „Als ich am Samstag an der Goethestraße war, saß dort ganz stolz ein neuer Storch.“

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