Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel SPD schickt Pascal Bender ins Bürgermeisterrennen

Pascal Bender.
Pascal Bender.

Ende Februar 2021 läuft die dritte Amtszeit von Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (CDU) aus. Bereits am 30. Juni 2020 steht voraussichtlich die Wahl des künftigen zweiten Mannes bei der Stadtverwaltung an. Drei Bewerbungen sind bislang eingegangen. Die Frist läuft noch bis Montag.

Eine Bewerbung ist nur pro forma. Sie stammt von Röthlingshöfer selbst. Der noch 58-Jährige muss nach dann 24 Jahren als Wahlbeamter kandidieren, um sich seine Versorgungsansprüche abzusichern. Eine realistische Chance, gewählt zu werden, hat er bei den Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat nicht. Was der Volljurist, der bei der OB-Wahl 2018 gegen Marc Weigel unterlag, noch beruflich machen wird, lässt er offen. „Darüber mache ich mir Gedanken, wenn die Kandidatur nicht erfolgreich ist“, erklärt er.

CDU-Mitglied Stefan Ulrich

Eine Bewerbung kommt nicht überraschend. Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG) macht keinen Hehl daraus, dass er sich den Stadt-Kämmerer Stefan Ulrich als Stellvertreter wünscht. Der 54-Jährige ist CDU-Mitglied, aber nicht von seiner Partei vorgeschlagen. „Ich verleugne mein Parteibuch nicht, sehe die Bewerbung aber als Einsatz für Neustadt“, so der Finanzexperte, der seit 32 Jahren für die Stadt arbeitet.

Der bislang dritte Bewerber wurde am Freitag per Presseerklärung von seiner Partei präsentiert: der Neustadter SPD-Vorsitzende Pascal Bender, der ebenfalls bei der OB-Wahl 2018 angetreten war und knapp hinter Röthlingshöfer den dritten Platz belegte.

SPD für Ratsmitglieder

Benders Kandidatur kommt nicht überraschend, weil die SPD zu den Kritikern der Weigel-Linie zählt, Verwaltungsexperten in den Stadtvorstand wählen zu lassen. Mit der Unterstützung der Freien Wähler, der Grünen und des Linken Stefan Huber-Aydemir war schon im September 2019 ein hauptamtliches Baudezernat gebildet worden, das an den parteilosen Stadtplaner Bernhard Adams ging. CDU, SPD und FDP sind der Meinung, dass Stadtvorstandsmitglieder aus dem Stadtrat und nicht der Verwaltung kommen sollten.

„Wir besprechen das am Montag“, erklärte Fraktionsvorsitzende Clemens Stahler die Position der CDU. Die gleiche Auskunft gibt es von Barbara Hornbach (Grüne). Die FDP hat sich laut ihrem Vorsitzenden Matthias Frey intern noch nicht abgestimmt. Christoph Bachtler, der FWG-Fraktionsvorsitzende, kündigte an, dass die Freien Wähler hinter dem Weigel-Vorschlag für Stefan Ulrich stehen.

Einwurf: Favorit Ulrich

Die CDU hat andere Vorstellungen als der Oberbürgermeister, wird sich aber nicht erlauben können, ihren Parteifreund Stefan Ulrich nicht zu wählen. Der Stratege Marc Weigel scheint alles richtig zu machen.

Stefan Ulrich.
Stefan Ulrich.
Ingo Röthlingshöfer.
Ingo Röthlingshöfer.
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