Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Show mit drei Zauberern in der Deidesheimer Stadthalle

Magier Marco Weissenberg (rechts) zaubert mit Zuschauer David.
Magier Marco Weissenberg (rechts) zaubert mit Zuschauer David.

ie abwechslungsreich Magie sein kann, zeigen die Magier 3.0 beim Gastspiel in der Stadthalle Deidesheim. So verbanden sie komödiantische mit mentalen und verblüffenden Elementen. Ein fester Bestandteil der Mixed-Show war dabei das Publikum.

Dieses musste gleich zu Beginn aufstehen und der Stimme aus dem Off hoch und heilig schwören, weder Film- noch Videoaufnahmen zu machen. Diesen lustigen Start führte Christopher Köhler, der das Konzept zur Comedy Magic Show entwickelt hat, nahtlos fort und machte damit seinem Ruf als „lustigster rote Faden“ alle Ehre. Der Magier liebt den Kontakt zum Publikum und das Improvisieren. Und da das Publikum direkt zum Start schon bewiesen hatte, dass es „jeden Scheiß mitmacht“, hatte er auch keine Probleme, Freiwillige für seine Ticks zu finden. Doch das Neustadter Publikum zeigte sich dabei durchaus auch von seiner schlagfertigen Seite. Etwa Monika, die auf Köhlers Frage, wer sie sei, mit „Gast“ antwortete, woraufhin sich der Zauberer fragte: „Wer verarscht hier eigentlich wen?“

Zuschauer Gerd machte es ihm ebenfalls nicht gerade leicht, denn anstatt des geforderten Echos des Wortes „Welt“, wiederholte er dieses nur, was Köhler irgendwann nur noch lachend und kopfschüttelnd kommentierte: „Alle im Saal machen es, nur Gerd nicht.“ Ansonsten verblüffte Köhler nicht nur mit allerlei witzigen Sprüchen, sondern auch mit seinen Kartentricks, bei denen er urplötzlich mal drei Hände zu haben schien. Ebenso großartig war Zuschauer Stefan, der dem Magier mal seine Arme leihen durfte, und nicht immer alle Anweisungen direkt umsetzte, was wiederum zur allgemeinen Erheiterung beitrug.

Zaubertricks aus der Kiste

Richtig verblüffende Zaubertricks hatte Marco Weissenberg in seiner magischen Kiste dabei. Der als „Wunderkind“ betitelte Magier ließ wirklich ein paar Wunder geschehen, indem er unter anderem einen Ring in eine verschlossene Gummibärchen-Tüte zauberte oder Personen von einem Polaroid-Foto in ein anderes verfrachtete. Auch ihm ging das Publikum bei all seinen Tricks zur Hand. „Ich liebe Dinge, die mich in den Wahnsinn treiben“, erklärte Weissenberg, bevor er sich gemeinsam mit dem jungen Zuschauer David einem Zauberwürfel widmete. Dieser drehte an einem Würfel, der daraufhin die gleichen Muster zeigte wie ein zuvor vom Profi zurechtgedrehter Würfel. Wie von magischer Geisterhand berührt, waren zudem die Seiten des bunt durcheinander gemischten Zauberwürfels, der auf seinem T-Shirt abgebildet war, plötzlich gelöst. Das verblüffte das Publikum, das zudem von Weissenbergs natürlicher Art begeistert war, denn dessen Freude für sein Metier war ansteckend. „Zauberkunst ist für mich eine Mischung aus Wissenschaft und Fantasie“, sagte Weissenberg, der damit auch deutlich machte, dass man sich als Zuschauer eben auf die Zauberei einlassen musste.

Mentalist befragt Zeugen

Das galt besonders für den Part von Lars Ruth, dem Mentalisten der Show. Bei einer improvisierten Zeugenbefragung erstellte er anhand von Zeichnungen ein kurzes psychologisches Profil der fünf Zuschauer, indem er diesen jeweils das richtige Bild zuordnete. Zum Abschluss wurde es dann etwas emotional. Mit verbundenen Augen stand Ruth auf der Bühne und versuchte die Fragen, die zuvor einige Zuschauer auf Karten aufgeschrieben hatten, mittels mentaler Gedankenübertragung zu erraten. Dabei nannte er zunächst die Initialen des Fragenstellers und beantwortete dann die dazugehörige Frage. „Du wirst eines Tages deinen Traum auf der Bühne leben“ prophezeite er einer Anwesenden. Auch wenn er einmal dabei nicht ganz ins Schwarze traf, Musik und Licht taten ihr Übriges, um Emotionen zu wecken.

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