Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel SC Neustadt trotz Niederlage im ersten Viertelfinalduell optimistisch

Matteo Ananias (links), hier im Pokalduell mit Esslingen, erzielte in Plauen fünf Tore.
Matteo Ananias (links), hier im Pokalduell mit Esslingen, erzielte in Plauen fünf Tore.

SC Neustadt verliert das erste Viertelfinalduell im Pokal in Plauen. Fehlwürfe und ein Ausfall wiegen schwer. Im Stadionbad soll die Wende folgen.

Die erste Begegnung im Viertelfinale in Plauen verlief beim SC Neustadt an Samstag nicht nach Plan. Bei den Play-offs der 2. Wasserball-Bundesliga fehlte dem SCN in Timo van der Bosch ein wichtiger Akteur. Dazu kam eine Verwertung der Torchancen. So nimmt der SCN mit einer 11:14 (2:5, 4:3, 4:4, 1:2) Niederlage ein schweres Päckchen mit in das Rückspiel am kommenden Samstag im Stadionbad.

Der SSV Plauen legte im ersten Viertel schmerzhaft vor. Nach dem 2:2-Ausgleich durch einen Fünfmeter lief beim SCN im Angriff nicht mehr viel. Im Internet-Live-Stream war trotz eingeschränkten Blickwinkels für die zuhause gebliebenen Fans zu erkennen, dass van der Bosch als Center im Angriff schmerzlich fehlte. Die Anspiele in die Mitte zum Abschluss wurden von seinen Ersatzleuten zu oft versemmelt.

Viele Strafzeiten

Zwischenzeitlich führte Plauen sogar mit vier Toren, dann verkürzte der SCN im dritten Abschnitt auf 10:12. Doch die Bemühungen zum Ausgleich sabotierten der SCN durch schlechte Abschlüsse immer wieder selbst. Im letzten Viertel ging es sehr ruppig zu. Es hagelte auf beiden Seiten Zeitstrafen und sogar „Rollen“, also Hinausstellungen für den Rest der Spielzeit. Beim SCN traf es Michael Wolgin und Kapitän Matthias Held, bei Plauen musste Alexander Ravinger das Becken räumen. Insgesamt erhielten die Gastgeber sogar 15 Strafen, der SCN quittierte 13 Bestrafungen. Doch auch hierin lag eine Ursache für die Niederlage. Denn die Plauener verwerteten drei Viertel seiner Gelegenheiten in Überzahl, der SCN konnte dagegen nur die Hälfte seiner Überzahlchancen zu einem Torerfolg nutzen.

Als Betreuer war für den SCN Lars Ananias dabei. Er erklärte: „Timo van der Bosch konnte dienstlich nicht mitfahren. Er hatte seine beruflichen Einsätze zwar auf die Saison abgestimmt, doch das erste Viertelfinale wurde eine Woche vorverlegt. Daher musste er passen. Er hat schmerzlich im Angriff gefehlt.“ Dennoch sah Ananias auch positive Aspekte. „Wir zwar viele gute Chancen nicht genutzt, aber im Endeffekt nicht viele Fehler gemacht. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen im Angriff, aber die drei Tore sind im Rückspiel aufzuholen“, ist er optimistisch.

Schwere Hypothek

Ein Problem beim SCN war auch, dass er Plauens Angreifer Maximilian Kaminke nicht stoppen konnte. Er erzielte sieben Treffer. Beim SCN war Matteo Ananias, einer der jüngsten Spieler, mit fünf Toren der beste Schütze. „Ich glaube, die Hinausstellung war nur wegen eines zu hart geführten Zweikampfs. Es war ruppig im letzten Viertel. Die Schiedsrichter und auch das Publikum brachten Hektik. Es gab einige merkwürdige Entscheidungen. Doch wir haben auch unsere Chancen nicht genutzt“, kommentierte SCN-Kapitän Matthias Held seine Rolle.

SCN-Coach Milos Sekulic wird sich die Partie noch mal intensiv auf Video ansehen. Doch auch er stellte fest: „Wir haben gute Chancen nicht verwertet. Unsere Achse im Angriff war ohne Timo van der Bosch nicht vollständig. Außerdem hat uns der Beginn in der Partie mit der schnellen Führung für Plauen geschadet. Wir haben am Anfang die Treffer geschenkt, sind dann immer dem Rückstand hinterher geschwommen. Nächste Woche wird es spannend.“ Mit einem Rückstand von drei Toren in die Heimpartie im Stadionbad zu gehen, ist eine schwere Hypothek. Die Anhänger des SCN sollten sich daher den Termin Samstag, 25. April, 18 Uhr, rot im Terminkalender vermerken, um das Team im Moby Dick lautstark zu unterstützen.

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