Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel SC Neustadt reist zum Topspiel

Gefordert: Flynn Laux (links).
Gefordert: Flynn Laux (links).

Das Spitzenspiel der 2. Wasserball-Liga Süd steigt am Samstag um 19 Uhr in Cannstatt. Der bislang ungeschlagene Tabellenführer SC Neustadt gastiert beim Liga-Zweitplatzierten.

Der SV Cannstatt hat eine Niederlage zu Buche stehen. Ende Januar verlor Cannstatt im Neustadter Stadionbad knapp mit 7:9 (2:4, 2:1, 2:2, 1:2). Die Partie war im letzten Viertel mit 7:7 noch ausgeglichen, bevor die Neustadter Gastgeber noch zwei Treffer erzielten. Der Neustadter Youngster Flynn Laux wird am Samstag sogar zweimal ins Becken steigen. Zunächst spielt er mit der U16 des SCN ebenfalls in Cannstatt um 13 Uhr in der U16-Südwest-Liga. Ob der 15-Jährige aber Stürmer Xaver Schädler, der beruflich bedingt nicht dabei ist, bei den Männern wirklich ersetzen kann, ist eine der Fragen, die sich SCN-Coach Thorsten Preuß stellt. Preuß erwartet einen Wasserball-Krimi. „Das Spiel wird auf der Kippe stehen, sofern wir nicht zu schnell einige Kontertore kassieren. Cannstatt hat ein starkes Heimpublikum im Rücken.“ Vielleicht bekommt Preuß noch ein paar Hinweise von U18-Spieler Matteo Ananias, der die Wintersaison mit dem Cannstatter U16-Nachwuchs verbrachte, deren Nachwuchs inzwischen auch die Männermannschaft verstärkt. Matteo Ananias wurde mit Cannstatt mit Zweitspielrecht deutscher Meister der U16 und spielt inzwischen nicht nur wieder bei den Neustadter Junioren sondern ebenfalls im Männerteam.

Preuß gelassen

Preuß versucht Druck vom Kessel zu nehmen. „Wir müssen nicht siegen in Cannstatt. Cannstatt spürt die Erwartungen beim Heimspiel, die Anhänger werden das Team nach vorne peitschen.“ Zumal, wie immer in den Tagen zwischen Hallenbad und Freiluftsaison beim Neustadter Stadionbad keine geeignete Trainingsfläche im eigenen Gewässer für den SCN zur Verfügung stand. So habe man zwar in den umliegenden Hallenbädern trainiert, dabei ganz gewiss nicht nur „gebadet“, doch werde man im Laufe der vier Viertel den Kräfteverlust spüren. Es sei wichtig, durch die Auswechslungen Verschnaufpausen zu gewähren, so Preuß. Letztlich sei es eine Kopfgeschichte, die mentale Stärke werde entscheiden.

Für Jugendcoach Peter Jacqué wird das U16-Spiel eine ungleich schwerere Aufgabe. „Schadenbegrenzung ist angesagt“, überlegt er. Denn von dem aktuellen U16-Meister sind noch die Spieler der jüngeren Jahrgänge dabei. Jacqué: „Und die haben sehr viel Erfahrung und spielten schon oft gegen stärkere Gegner.“

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