Wasserball SC Neustadt: Junioren im Platzierungsturnier zur deutschen Meisterschaft

Trainingsspiel vor imposanter Kulisse: Die U18-Wasserballer des SC Neustadt auf Malta.
Trainingsspiel vor imposanter Kulisse: Die U18-Wasserballer des SC Neustadt auf Malta.

Die U18-Mannschaft des SC Neustadt spielt um die Plätze fünf bis acht in der deutschen Meisterschaft. Was sich SC-Trainer Peter Jacqué vom Auftritt in Krefeld erhofft.

Am Wochenende könnten die Wasserball-Junioren des SC Neustadt die erfolgreiche Saison der Wasserballabteilung krönen. Nachdem das Männerteam bereits den Süddeutschen Wasserball-Pokal am vergangenen Wochenende geholt hat und sich am Samstag um 18 Uhr im Stadionbad beim Heimspiel gegen Friedberg die fehlenden Punkte zur Meisterschaft in der 2. Liga Süd sichern möchte, spielen die U18-Jungen in der Endrunde zur deutschen Meisterschaft um Platz fünf bis acht. Bei dem Platzierungs-Turnier in Krefeld trifft der SCN auf drei hochkarätige Gegner. Nürnberg, Duisburger SV 1898 und Krefeld spielten in dieser Saison in der A-Gruppe der U18. Der SCN ist das einzige Team der B-Gruppe, das diese Finalrunde erreicht hat.

Das gelang nach einem großartigen Zwischenrundenturnier im heimischen Stadionbad vor zwei Wochen. Die Jungs von Trainer Peter Jacqué trotzten dem Favoriten Nürnberg ein 9:9 Unentschieden ab und holten damit Rang zwei für die Qualifikation zur Endrunde.

Änderung im Turnierverlauf

In dieser Saison gab es im Geschehen der Junioren-Bundesliga eine Änderung. Jacqué: „Die Vereine der beiden Gruppen kamen mit dem Deutschen Schwimmverband überein, dass ein weiteres Relegationsturnier nicht sinnvoll wäre, bei dem noch ein Einzug in das Endrundenturnier zur deutschen Meisterschaft um Platz eins bis vier ermittelt werden könnte. Das Gefälle zwischen den besten deutschen Jugendteams und der zweiten Reihe ist zu hoch, um bei solch einem Turnier um den Meistertitel überhaupt eine Chance zu haben.“ Jacqué weiß, wovon er spricht. Denn 2023 waren seine U18-Jungs überraschend in diese Finalrunde gekommen, belegten dann aber lediglich Platz vier. Der SCN holte sich damals zwar den Respekt der Wasserball-Kenner in ganz Deutschland, war aber letztlich in den drei Partien gegen die A-Gruppen-Teams vollkommen ohne Chance.

Und auch das anstehende Finalturnier um den Titel ist laut Jacqué erneut geprägt von den etablierten vier Spitzenteams. „Die Teams, die nach den Rundenspielen schon in der Tabelle vorne waren, spielen jetzt um die Meisterschaft“, erklärt er. So stehen also Potsdam, Neukölln Berlin, Cannstatt und Hannover in der Titelrunde. Für Jacqué und den SCN ist bereits der Kampf um Platz fünf bis acht ein Erfolg. Er sieht seine Mannschaft aber „fast auf Augenhöhe“. Schließlich kommen die 16 Jungs gerade aus einem Trainingslager auf Malta. Als Trainer waren Lars Ananias und Stefan Giese dabei, Jacqué war privat verhindert, aber dennoch im regen Austausch mit der Mannschaft.

Acht Trainings auf Malta

Ananias berichtet: „Wir hatten insgesamt acht Trainingseinheiten. Das Bad war direkt im Ort St. Julian am Meer. Dreimal hatten wir ein Trainingsspiel gegen die örtliche U18-Mannschaft. Unsere Jungs zogen richtig gut mit.“ Vor der malerischen Kulisse der Kirche „Lady of Mount Carmel“ gab es für die SCN-Jungen zwei knappe Niederlagen und einen Sieg gegen das einheimische Team.

Jacqué: „Das Turnier in Krefeld findet im Freibad statt. Da war es wirklich gut, dass wir in Malta auch im Freien gespielt haben. Die Umstellung ist immer schwierig von Halle auf Freibad.“ Er sieht Gastgeber Krefeld in einer leichten Favoritenrolle. Beim SCN fehlt Georg Guth. Man werde improvisieren müssen. Es sei wichtig, gut in die jeweilige Begegnung zu starten, um einen höheren Rückstand zu vermeiden, so Jacqué.

Start am Samstagmittag

Er setzt auf seine Verteidigung und betont: „Wir haben die wenigsten Gegentore in der B-Gruppe erhalten. Wir müssen in der Anfangsphase stabil in der Defensive sein. Andererseits werden unsere starken Angreifer in Manndeckung genommen werden, so müssen wir unsere Taktik im Lauf der Partie anpassen.“

Die erste Partie steht am Samstag um 12.45 Uhr gegen Duisburg auf dem Terminplanung. Um 18.30 Uhr muss der SCN dann gegen Krefeld ins Becken. Am Sonntag folgt das Spiel gegen Nürnberg. Wie immer bei den Junioren wird Vieles Kopfsache sein. Jacqué weiß, dass er eine ausgeglichene Mannschaft mit einigen Assen aufbieten kann. Aber er weiß auch, dass seine Jungs immer wieder mal unkonzentriert sind. So nagt es an Jacqué immer noch, dass die Mannschaft in einem Rundenspiel gegen Leipzig eine klare Führung nicht ins Ziel brachte und das Auswärtsspiel sogar noch verlor. Doch er sagt: „In der Zwischenrunde waren wir gegen Nürnberg zwei Tore hinten und haben noch das Unentschieden geschafft.“

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