Wasserball
SC Neustadt im Pokalheimspiel gegen einen Erstligisten
Schafft der SC Neustadt die Sensation im Wettbewerb um den Deutschen Wasserballpokal? Am Samstag gastiert im Achtelfinale A-Gruppen-Bundesligist Duisburger SV um 18 Uhr im Stadionbad. Für den Neustadter Trainer Thorsten Preuß wäre ein Sieg seines Zweitliga-Teams eine große Überraschung. Preuß ist am Wochenende gleich doppelt gefordert.
Wir erinnern uns: Im Vorjahr kämpfte sich der SCN bis ins Viertelfinale um den DSV-Pokal vor. In den vorherigen Partien waren die Gegner 2023 allerdings nur Teams der schwächeren Bundesliga-B-Gruppe gewesen. Erst im Viertelfinale kam mit Spandau Berlin ein Gegner der A-Gruppe. Diesmal gastiert mit Duisburg der Aufsteiger von B-Gruppe zur A-Gruppe aus dem Vorjahr. Es gibt in Duisburg zwei Wasserball-Teams. Eindeutig als stärkerer Club ist dabei der ASC Duisburg einzustufen. Er steht aktuell auf Tabellenrang drei.
Der Gegner ist Favorit
Doch zurück zum Gegner Duisburger SV am Samstag. Nach sechs Spieltagen haben die Westdeutschen noch keinen Punktgewinn vorzuweisen und dabei überwiegend zweistellige Niederlagen kassiert. Doch für SCN-Coach Preuß bleiben die Duisburger eindeutig Favorit. „Sie sind es schon seit Jahren gewöhnt, auf höherem Niveau als wir zu spielen. Sie werden jeweils schnell von Abwehr auf Angriff umschalten, sie werden jeden unserer Fehler bestrafen. Duisburg ist ein abgebrühtes Team.“
In den vergangenen Tagen trainierte er mit dem SCN zwar diverse Spielzüge, auch um sich auf ein hartes „Pressspiel“, also eine enge Manndeckung, der Westdeutschen einzustellen. Wegen der engen Verteidigung kann es zu schnellen Ballverlusten im Angriff des SCN kommen, was wiederum die Duisburger sofort mit Toren bestrafen. „Wir wollen nicht gleich von Beginn an sang- und klanglos untergehen, wollen die Partie eine Weile offen halten“, sagt Preuß hoffnungsvoll. Außerdem hat er aktuell einige krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen und stapelt deshalb bewusst tief. „Wir können gar nicht ,verlieren’, wenn wir gegen einen Bundesligisten der A-Gruppe spielen. Ich motiviere zwar das Team, aber wir müssen von uns nicht einen Sieg erwarten“, betont er.
Van der Bosch leitet Training
Preuß selbst ist im Abschlusstraining am Freitag in anderer Rolle an anderem Ort gefragt. Geleitet wird das Training dann von Spieler Timo van der Bosch. Preuß steht in seiner Aufgabe als Jugend-Landestrainer des Südwest-Schwimmverbandes (SWSV) mit der U12-Auswahl im Turnier „Nico-Trophy“ in Stuttgart am Beckenrand. Die SWSV-Auswahl besteht indes nur aus Spielern des SCN. Sie bestreitet zunächst in der B-Gruppe fünf Begegnungen, bevor es in die Platzierungsrunde geht. „Es ist ein großes, bundesweites Sichtungsturnier für die U12 mit zwölf Mannschaften“, erklärt Preuß die Bedeutung. Gespielt wird dabei viermal fünf Minuten, spielberechtigt sind Spieler der Jahrgänge 2012 bis 2014. Preuß wird sich dann am Samstag aus dem Turniergeschehen ausklinken, um im Neustadter Stadionbad sein Team nach vorne zu treiben. Um vielleicht doch eine Pokalsensation zu erreichen ...