Neustadt SC Neustadt auf Platz zehn

Placeholder-Image

Plauen. Die Bundesliga-Wasserballer des SC Neustadt haben die Saison auf dem zehnten Tabellenplatz beendet. Beim Turnier um die Plätze 9 bis 12 in Plauen schlugen die Pfälzer am Samstag zunächst den SV Krefeld 8:7 (3:2, 2:3, 2:2, 1:0). Gestern im dramatischen Spiel um Platz 9 gegen Gastgeber SVV Plauen folgte eine 11:12-Niederlage.

Nach regulärer Spielzeit hatte es 8:8 (2;4, 3:0, 2:2, 1:2) gestanden, das erforderliche Fünfmeterschießen verlor Neustadt nach dem sechsten Schützen 3:4. Das vor der Fahrt ins sächsische Vogtland von Trainer Janusz Gogola ausgegebene Ziel war damit bereits nach der ersten Begegnung erreicht: Besser zu sein als voriges Jahr, in dem am Ende Platz 12 zu Buche stand. „Meine Mannschaft hat gegen Krefeld wirklich ein ganz starkes Spiel gemacht. Man muss ja berücksichtigen, dass wir im Vorfeld gar nicht richtig trainieren konnten, weil die Traglufthalle in Neustadt abgebaut ist.“ Auch aus diesem Grund hatten Gogola und die Verantwortlichen beim SC gerne auf eine langgezogene Platzierungsrunde mit Hin- und Rückspielen verzichtet und der Austragung in Turnierform im modernen Plauener Hallenbad zugestimmt. Dort sorgten gestern 450 lautstarke Fans für ein stimmungsvolles Saisonfinale. Und in dem spielten die Pfälzer eine großartige Rolle, schwammen im Spiel um Platz 9 bis drei Minuten vor Schluss sogar auf der Siegerstraße, um dann doch noch den Plauenern bei ihrem ausgelassenen Siegesjubel zusehen zu müssen. Dass es ganz eng werden würde, ließ sich nach dem ersten Viertel beim besten Willen nicht ahnen. Die Vogtländer zeigten sich entschlossener und nutzten ihre Chancen effektiver. Zweimal konnte Neustadt Führungen des SVV durch Treffer von Csente und Hornuf zwar ausgleichen. Doch zu oft vergab der SC, selbst Überzahlsituationen konnten nicht genutzt werden. So ging es beim Stand von 2:4 in die erste Viertelpause. Doch in den folgenden Minuten rieben sich die Fans auf den Rängen verdutzt die Augen: Während die Plauener reihenweise Chancen versiebten, drehten die Neustädter auf. Innerhalb von drei Minuten wandelten sie den 2:4-Rückstand in eine 5:4-Führung. Matutinovic, Csente und Hornuf sorgten mit ihren Treffern erst einmal für Ruhe in der Halle. Bis drei Minuten vor Schluss gelang es den Pfälzern, den Gegner auf Distanz zu halten, nicht zuletzt dank Matutinovics Treffsicherheit vom Punkt: Drei Strafwürfe versenkte er im Plauener Tor. „Mit den letzten drei Minuten meiner Mannschaft kann ich nicht zufrieden sein, da haben wir nicht gut verteidigt. Dann kamen auch noch Fehler bei der Zeitnahme dazu, so dass Plauen noch ausgleichen konnte“, fasst Gogola die letzten Bundesliga-Szenen der Saison 2013/14 zusammen. „Die Entscheidung im Fünfmeterschießen ist immer Glückssache.“ Und selbst die blieb so spannend wie das ganze Spiel: Plauen lag nach drei Werfern schon zwei Tore vorn, scheiterte danach aber zweimal. So ging auch das Fünfmeterwerfen in die Verlängerung. Der sechste Strafwurf saß dann allerdings nur bei den Plauenern. „Das ist am Ende nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie meine Mannschaft gespielt hat. Und das war dieses Wochenende richtig gut“, freute sich Janusz Gogola.

x