Wasserball SC Neustadt: 35 Gegentore und trotzdem einige Lichtblicke

Thorsten Preuß hat schmächtige Spieler in seinem nachwuchsteam.
Thorsten Preuß hat schmächtige Spieler in seinem nachwuchsteam.

35 Tore kassieren die U16-Wasserballer des SC Neustadt in Cannstatt. Wie ihr neuer Trainer Thorsten Preuß sie wieder aufrichtet.

Das war ein harter Einstand für Thorsten Preuß als neuer Trainer der U16-Mannschaft im SC Neustadt. Die jungen Wasserballer verloren ihr erstes Spiel im Regional-Vorentscheid zur deutschen Meisterschaft in Cannstatt mit 0:35. Der Torwart zeigte dennoch einige Paraden. Am Sonntag um 14 Uhr erwartet Neustadt im Stadionbad den Tabellenzweiten Duisburg.

Preuß hatte zwar befürchtet, dass das Auswärtsspiel gegen Cannstatt eine schwere Partie wird, doch es kam knüppeldick. „Die Cannstatter spielten überwiegend mit den älteren Jahrgängen, waren wesentlich athletischer und körperlich stärker“, erzählt er. Preuß hat zwar seinen Jungs Mut zugesprochen und so auch betont: „Im Wasser guckt nur der Kopf raus.“ Damit wollte er den Buben die Angst vor der körperlichen Durchsetzungskraft des Gegners nehmen.

Probleme beim Passen

Doch nach dem Spiel folgte ein zweiter bildhafter Vergleich: „Das meiste ist eben unter Wasser, wie bei einem Eisberg.“ Damit meinte er, dass die schmächtigeren Spieler gegen die robusten Gegner besonders in der Arbeit im Wasser im Nachteil sind. So habe man viele Konter kassiert. Es sei bitter geworden, ohne eigenen Treffer zu verlieren. Unter Druck seien die Pässe nicht angekommen, sagt Preuß.

Der Gymnasiallehrer stellte aber auch positiv fest, dass die Jungs zwar die Köpfe zunächst hängen, sich dann doch wieder aufbauen ließen. „Wir spielen nun nicht in der nächsten Woche Schach, sondern machen weiter“, habe er zu ihnen gesagt.

Gelassener Torwart

Einen traf die Niederlage besonders hart: Das SCN-Tor hütet der 14-jährige Erik Lindenau. Er ist sogar im DSV-Jugendkader nominiert. Preuß: „Erik blieb erstaunlich gelassen bei den vielen Kontern, die auf ihn zu kamen. Er parierte einige Male glänzend. Die Niederlage hätte noch viel höher ausfallen können ohne ihn. Er versuchte, die Abwehr zu navigieren. Und irgendwann gab ich an die Jungs die Devise aus, ,wir bleiben unter 40 Gegentreffern’.“ Das Ziel haben die Neustadter erreicht.

Am Sonntag brauchen die Jungs die Unterstützung der Neustadter Fans: Im Stadionbad gastiert um 16 Uhr der ASC Duisburg, der sein erstes Spiel mit 24:2 gegen Krefeld gewonnen hat. Für den SCN geht es letztlich in dieser Vierer-Gruppe darum, Rang drei zu belegen und damit die Relegationsspiele zu erreichen. Duisburg und Cannstatt sind für Thorsten Preuß die Favoriten auf die ersten beiden Ränge.

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