Neustadt Runde zwei für „Kultur im Viereck“

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Hassloch. Die Premiere in der Saison 2013/14 lief zunächst etwas schleppend an, doch bei der Neuauflage der Reihe „Kultur im Viereck“ im neuen Haßlocher Bürgerhaus, zeigen sich die Veranstalter Rainer Aderjan und Rainer Klundt überzeugt, dass ihre Geduld Früchte trägt und das Konzept aufgeht. Die Reihe, die bis April sieben Termine mit Musik und Kabarett vorsieht, startet am kommenden Donnerstag mit dem „Joscho Stephan Trio“.

„Alles braucht seine Zeit“, so Klundt, „in der ersten Hälfte des Vorjahres-programms war die Zuschauerzahl noch sehr überschaubar. Die Leute wussten ja noch nicht, was auf sie zukommt.“ Diejenigen, die kamen, seien aber durchweg begeistert gewesen und hätten durch Mundpropaganda dazu beigetragen, dass das rund 200 Besucher fassende Haus in der zweiten Hälfte der Saison immer gut gefüllt gewesen sei. Deshalb sei er sicher, „diesmal von Beginn an großen Zulauf verbuchen zu können“, so Klundt. Aderjan ergänzt: „Letztes Jahr befanden wir uns noch in der Erprobungsphase, nun folgt die Konsolidierung.“ Als besondere Höhepunkte sagen beide in der neuen Saison den Auftritt des lothringischen Liedermachers Marcel Adam im Januar und die Show des Frauenvierers „Schöne Mannheims“ im April voraus. „Marcel ist immer eine sichere Bank“, berichtet Klundt, „die Leute mögen seine ruhige Art genauso wie seine Lieder und Texte“. Und „Schöne Mannheims“ seien aktuell einfach die absoluten Durchstarter in der Kleinkunstszene der Region. „Sie werden momentan für die besten Läden der Republik gebucht, gehen im Spätjahr sogar in Südafrika auf Tournee und kommen danach aber, Gott sei Dank, trotzdem zu uns ins Viereck.“ Klundt gerät aber ebenso ins Schwärmen, wenn er über das Joscho Stephan Trio“ spricht, das die „Kultur im Viereck“-Reihe am Donnerstag, 2. Oktober, eröffnet. „Joscho ist ein Weltklassemann. Als Gitarrist unnachahmlich. Die Presse überschlägt sich, wenn sie über ihn schreibt, und Kollegen, mit denen er gespielt hat, etwa Tommy Emmanuel und Martin Taylor, mit denen er eine Australien-Tour absolvierte, sind des Lobes voll und sehen in ihm die Zukunft der Gypsyjazz-Gitarre.“ Aber auch Klundts Partner Aderjan hat seine Favoriten: „Ich habe die rheinhessische Gruppe ,Kadigan’ beim Rheinland-Pfalz-Tag in Pirmasens gesehen, war hin und weg und habe sie sofort für uns gebucht.“ Neben der üblichen Rockband-Standardbesetzung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug brächten die fünf Musiker noch eine Rock-(Block-)Flöte und eine Geige zum Einsatz. „Unglaublich was dabei herauskommt. Von Irish-Folk, über Balkan-Pop bis hin zu Zigeunerjazz spielt die Gruppe, alles was tanzbar ist und Laune macht.“ Als Geheimtipp bezeichnen Aderjan und Klundt einstimmig Frederick Hormuth, obwohl der Mannheimer Kabarettist schon seit Ende der 90er im Geschäft ist und auch als Autor für zahlreiche prominente Kollegen Erfolge feierte. In Haßloch stellt er sein neues Programm „Mensch ärgere dich“ vor. Direkt nach Weihnachten sind dann „Die Nachtigallen“ um die gebürtige Neustadterin Jutta Werbelow Gäste im Kulturviereck. Klundt: „Die spielen sämtliche Perlen der Popmusik auf völlig ungewöhnliche, eigenwillige Art und Weise. Das muss man gehört haben: ,Paranoid’ von ,Black Sabbath’ fast balladesk dargeboten oder der ,Eagles’-Klassiker ,Hotel California’ komplett umarrangiert und fast nicht wiederzuerkennen.“ Im Februar spielt dann der Chef selbst: Rainer Klundt ist ja nicht nur als Veranstalter tätig, sondern neben Multitalent Anna Krämer die zweite Hälfte des Musikkabarett-Duos „Twotones“. Die präsentieren im Februar in Haßloch ihr neues Programm „Der Himmel ist oben“. Für den guten Ton sorgt auch an diesem Abend Rainer Aderjan mit seiner Veranstaltungstechnik. „War eben sonst kein Freiwilliger da“, scherzt Klundt. „Mir egal, ob der persönlich da oben steht und singt oder spielt. Für mich ist das ,Business as usual’“, hält Aderjan lachend dagegen.

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