Reiten RSV Pfalzmühle Haßloch punktet mit den passenden Prüfungen

RSV-Jungpferdeturnier: Günter Treiber mit Crazy for Love auf dem Parcours.
RSV-Jungpferdeturnier: Günter Treiber mit Crazy for Love auf dem Parcours.

Zum Tag der jungen Pferde trafen sich beim RSV Pfalzmühle Haßloch Reiterinnen und Reiter von der Weinstraße, aus der Westpfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg.

Dabei ritten einige zum ersten Mal oder seit langem mal wieder in Haßloch. „Das zeigt, dass wir die passenden Prüfungen ausgeschrieben haben. Und offensichtlich hat sich herumgesprochen, dass wir bei unserm Abreiteplatz die Bedingungen optimiert haben. Also auf der Fläche, wo man die Pferde lockerreitet und einige Sprünge absolviert, bevor es dann auf den Prüfungsplatz geht“, erklärte Turnierleiter Markus Blaul. „Ganz bewusst hatten wir nachmittags A-Springen nach dem Clear-Round-Modus und eine Amateur-L-Dressur, damit nicht nur Profis bei diesem Turniertag reiten können. Das kam gut an, denn hier konnten auch unsere RSV-Reiterinnen mitmachen, die am Turniertag vom Parcoursdienst bis zur Startertafel auf allen Positionen mit anpacken.“

Vor allem im Clear-Round-Springen der Ein-Stern-Klasse A nutzten die RSV-Reiterinnen ihre Startchancen. Das Clear-Round-Konzept ist schnell erklärt: Wer ohne Hindernisfehler und ohne Zeitstrafpunkte über die Ziellinie galoppiert, landet automatisch auf Platz eins. Aber vor die besagte Ziellinie hatte Parcourschef Axel Kumpf ja erstmal einen Kurs mit Steilsprüngen, Oxern und einer zweifachen Kombination gestellt. Und hier nahm er sich die Zeit, mit den Reiterinnen den Parcours abzugehen. „Mit einem flüssig galoppierenden Pferd ist die Distanz zwischen Sprung drei und vier mit sieben Galoppsprüngen zu reiten“, erklärte Kumpf unterwegs. Und um das Gefühl für Distanzen und die Anzahl der Galoppsprünge zu verbessern, empfahl er den Reiterinnen, die Strecken zwischen Sprüngen beim Training nicht nur zu reiten, sondern auch zu Hause vorab oft zu Fuß auszumessen.

Gut zurecht mit den Höhen, Wendungen und Distanzen kamen Larissa Schach im Sattel von Lacoste, Sonnhild Gottschalk mit Goofy, Catharina Athena Vogel mit Sanchiano und Marie Rothenbücher im Sattel von Clintaro HM, die ihre Pferde alle fehlerfrei ins Ziel ritten. Elf Erstplatzierte trafen sich anschließend ohne ihre Pferde zur Siegerehrung am Richterturm. Vier goldene Schleifen holten sich hier die Reiterinnen des RSV Pfalzmühle Haßloch ab. Auch im Clear-Round-Springen der Zwei-Sterne-Klasse A ritten Sonnhild Gottschalk mit Goofy und Catharina Athena Vogel, diesmal mit Charlie, auf Platz eins.

In den Jungpferde-Prüfungen stellte Parcourschef Axel Kumpf mit dem RSV-Helferteam fünf Kurse, deren Hindernisfolgen und Distanzen zwischen den Sprüngen das Talent der jungen Pferde jeweils passend zur Altersklasse abfragten. Manche Ausbilder ritten in diesen Springen nicht nur ein, sondern sogar bis zu drei Nachwuchspferde. Seit diesem Jahr ist es deutlich einfacher, außer Konkurrenz zu starten, um Pferde an die Turnieratmosphäre zu gewöhnen, was einige Reiterinnen und Reiter in Haßloch nutzten.

So auch Günter Treiber (RV Eppelheim), der in der anspruchsvollen Springpferdeprüfung Klasse M die siebenjährige Schimmelstuten Christel S und Crazy for Love Z und außer Konkurrenz die Stute Katrin S vorstellte. Und nach einem gelungenen Auftritt mit Crazy for Love, bei dem die Cornet-Obolensky-Tochter in gutem Tempo mit den Steilsprüngen, Oxern und auch der Kombination zurechtkam, bekamen Treiber und Crazy for Love die Wertnote 8,3. Das bedeutete lange die Führung in diesem Springen. Kurz vor Schluss brachte Thorsten Kolthoff vom RV Montabaur-Horressen die sechsjährige Stute Dark Pearl an den Start. Auch hier gelang es dem Reiter, die Dominator-2000-Z-Tochter flüssig galoppieren zu lassen, sodass sie an Steilsprüngen, Oxern und am überbauten Wassergraben ihre gute Springtechnik zeigen konnte. Für diesen Ritt vergab die Jury auf dem Richterturm die Wertnote 8,4 und damit den Sieg.

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