Neustadt Polizeieinsätze: Präsidium stellt häufig Respektlosigkeit fest

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Im Bereich der Polizeidirektion Neustadt hat es in der Silvesternacht zwar laut Thorsten Mischler, Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, keine einzige Straftat gegeben. Dennoch beschäftige sich die Polizei intensiv mit dem Thema Angriffe auf Einsatzkräfte, wie sie vor allem in Berlin passiert sind. „Wir haben Einsatztrainings, in denen wir üben, wie wir vorgehen, und analysieren jeden Einsatz, um zu schauen, was man besser machen kann. Denn die meisten Einsätze erfolgen ja in emotional aufgeladenen Situationen“, sagt Mischler. Ziel sei, die Polizisten bestmöglich auf jede Situation vorzubereiten, sodass es gar nicht zu Eskalationen komme. Zum eigenen Schutz dienten dabei auch Bodycams, Taser oder entsprechende Kleidung. Mischler sagt, dass Zahlen zu Angriffen auf Polizisten präsidiumsweit analysiert würden: Demnach hat es einen Rückgang von 339 (2018) auf 300 gegeben. Rückläufig sei auch die Anzahl von geschädigten Polizisten, die entweder verletzt, beleidigt oder das Opfer von Widerstand wurden: von 872 im Jahr 2018 auf 722 im Jahr 2021. Angesichts von 135.000 Polizeieinsätzen im Jahr seien das keine hohe Zahlen, meint Mischler. Allerdings spüre die Polizei jenseits konkreter Tätlichkeiten sehr wohl „eine unterschwellige Aggression und eine zunehmende Respektlosigkeit“ gegenüber den Kollegen im Einsatz. Es sei belastend, wenn etwa bei Unfällen Gaffer aufgefordert werden müssten, den Bereich zu verlassen und diese den Polizisten dann noch freche Kommentare zuriefen.

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