Wasserball Pokal: Überraschendes Heimspiel für SC Neustadt
Ein Kuriosum gibt es am Sonntag um 14 Uhr im Stadionbad. Wasserball-Zweitligist SC Neustadt trifft im Viertelfinale des Süddeutschen Wasserballpokals (SSV) auf den Post SV-Nürnberg. Kurios deshalb, weil Nürnberg bei der Auslosung Heimrecht erhalten hatte. Dann jedoch hatten die Franken keine Möglichkeit, ihr Heimspiel an ihrer gewohnten Spielstätte auszutragen. Sie fragten beim SCN an, ob die Partie in Neustadt stattfinden könnte. Der SCN regelte alles mit den Stadtwerken, also den Eigentümern des Stadionbades, die Ansetzung wurde entsprechend beim SSV angemeldet, alle weiteren nötigen Stationen, wie beispielsweise die Unparteiischen, informiert. SCN-Coach Thorsten Preuß: „Dann kam zunächst die Info von Nürnberg, man könne in Nürnberg spielen, das Bad sei doch frei. Aber da war bereits alles festgezurrt, also spielen wir hier in Neustadt „auswärts„ gegen Nürnberg.“
Für den SCN geht es um zwei wichtige Ziele. Zum einen würde der SCN gerne das Finalturnier mit Halbfinale und Finale im Stadionbad austragen. Preuß: „Doch das Ei ist noch nicht gelegt, wir müssen zunächst erst einmal gewinnen. Da bin ich ganz vorsichtig mit den weiteren Plänen.“ Auch wenn der SCN beim Jubiläum des 125-jährigen Bestehens gerne den Pokal hochstemmen würde, denkt Preuß nur bis zum Viertelfinale.
Gegner zuvor in der Nähe
Obwohl – er denkt doch noch ein bisschen weiter. Genau eine Woche später, ebenfalls am Sonntag um 14 Uhr, gastiert Nürnberg erneut im Stadionbad. Diesmal im Rundenspiel der Zweiten Liga Süd. Und Nürnberg ist der härteste Konkurrent um den Titel und damit die Berechtigung zum Aufstiegsturnier. Daher ist die Pokalpartie auch eine Frage des Muskelspiels. Tritt der SCN entsprechend souverän auf und fertigt die Franken erfolgreich ab, gibt das Selbstbewusstsein für die Woche danach. Preuß: „Wir haben das komplette Team zur Verfügung. Wir werden einiges ausprobieren, wir wollen den Gegner überraschen, aber auch nicht alles zeigen.“ Daher bleibt der sonst so auskunftsfreudige Trainer verschlossen wie eine Auster. Ein Blick auf die Statistik des Vorjahres zeigt, dass Nürnberg und Neustadt auf Augenhöhe spielen. Im Vorjahr siegte der SCN mit 13:8 im Stadionbad, verlor allerdings mit 11:12 das Rückspiel in Nürnberg. Im Viertelfinale des letztjährigen SSV-Pokals gewann der SCN mit 12:11 in Nürnberg. Danach scheiterte der SCN aber im Finale mit einer klaren 6:21-Niederlage gegen Cannstatt.
Preuß könnte übrigens am Samstag vor dem Viertelfinale Gegner Nürnberg in Ludwigshafen begutachten. Nürnberg spielt dort um 18.30 Uhr gegen Vorwärts Ludwigshafen in der Zweiten Liga Süd. Er überlegt noch, ob er in die Chemiestadt fährt: „Wir kennen Nürnberg gut, wir wissen, wie die Franken spielen. Sie kämpfen mit allen Ecken und Kanten.“ Seine Prognose für das Viertelfinale: „Es wird ein spannendes, hartes Spiel mit einem knappen Ergebnis.“