Neustadt Personalprobleme vor dem Kellerduell

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Neustadt. In seinem zweiten Auswärtsspiel in Folge gastiert Fußball-Verbandsligist VfL Neustadt morgen, Sonntag, 15 Uhr, beim Ludwigshafener SC. Wolfgang Trapp wird dabei zwar erst zum zweiten Mal als Trainer für den VfL verantwortlich sein, hat aber aufgrund der beiden Platzverweise vom vergangenen Wochenende schon viele Personalprobleme zu lösen.

Nach dem ursprünglichen Spielplan hätten die Neustadter an diesem Wochenende zu Hause gegen den LSC gespielt. Aber da vor dem Hinspiel auf Antrag der Ludwigshafener das Heimrecht getauscht worden ist, startet der VfL mit drei Auswärtsspielen ins Jahr 2015. Der morgen auf der Bezirkssportanlage Ludwigshafen-Gartenstadt anstehenden Partie und der nächste Woche angesetzten Begegnung bei Schlusslicht TuS Hohenecken kommt dabei besondere Bedeutung zu: Die Neustadter treffen nun nacheinander auf zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Bereits in der vergangenen Saison waren sowohl der LSC als auch die Neustadter bis zur Endphase im Kampf um den Klassenverbleib verwickelt. Nach dem letzten Spieltag belegten beide mit jeweils 31 Punkten die Tabellenplätze zwölf und 13 und erreichten dadurch knapp ihr Ziel. Auch in dieser Saison sollte am Ende Rang 13 reichen, da aus der Oberliga Rheinland-Pfalz höchstens ein Absteiger in die Verbandsliga Südwest zu erwarten ist. Vor der nun anstehenden Neuauflage des Kellerduells befinden sich beide Konkurrenten erneut in dem Tabellenbereich, in dem sie vor einem Jahr standen. Die Ludwigshafener belegen mit 20 Zählern Rang zwölf, der VfL mit fünf Punkten weniger Platz 14. Sollten beide die drei Westpfälzer Teams aus Rieschweiler, Rüssingen und Hohenecken hinter sich lassen, würde es also mit großer Wahrscheinlichkeit wieder knapp reichen. Neustadts Trainer Wolfgang Trapp möchte aber mehr erreichen. „Es reicht mir nicht, sich auf das Minimalziel zu konzentrieren. Wir müssen mehr wollen“, stellt er klar. Wichtig sei jedoch, dass sich baldmöglichst einiges verbessere. „Am Anfang des Spiels in Fußgönheim haben wir noch gut mitgehalten. Aber dann haben wir hinten Fehler gemacht“, blickt er auf die 0:2-Niederlage zurück. Für das 0:1 macht er jedoch nicht nur Gino Padberg verantwortlich: „Es darf schon nicht zur Flanke, die zu dem Tor führte, kommen.“ Auch wenn im Spielaufbau noch einiges verbesserungsfähig sei, wolle Trapp an Miguel Carvalho im zentralen Mittelfeld festhalten. „Miguel kann das aufgrund seiner Erfahrung spielen“, meint er hierzu. Seine Hauptaufgabe sei, so Trapp, für die mindestens an diesem Wochenende gesperrten Daniel Neu und Saban Sabani Ersatz zu finden. Zwischenzeitlich hat sich auch der Neustadter Kader erneut verkleinert, denn Winterneuzugang Öugür Uzungelis ist bereits wieder ausgeschieden, ohne bisher auch nur eine Minute gespielt zu haben. „Bei ihm wurde ein Knorpelschaden festgestellt. Ich habe ihn deshalb nach Karlsruhe zum Mannschaftsarzt des KSC geschickt. Und die Untersuchung ergab, dass er wahrscheinlich nie mehr Fußball spielen kann“, bedauert Trapp. Mit dem ebenfalls verletzten und außerdem auch noch erkrankten Maximilian Rufe rechnet er außerdem erst in vier bis sechs Wochen. Eine wichtige Aufgabe im Training sei auch, die zuletzt gegen Fußgönheim noch unauffälligen Neuzugänge Ricardo Santoro und Serkan Toker besser zu integrieren. „Beide können einiges. Aber nur mit Einzelaktionen helfen sie uns nicht viel“, sagt der VfL-Coach zu den beiden bereits höherklassig erprobten Neustadtern.

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