Neustadt Pascal Bender will es wissen

Das Ergebnis war nicht überraschend, aber überzeugend: Einstimmig haben die Delegierten des SPD-Stadtverbands dafür votiert, mit Pascal Bender bei der 2017 anstehenden Urwahl des Oberbürgermeisters ins Rennen zu gehen.
Der 46-jährige Unternehmer aus Neustadt zeigte bei der Stadtverbandskonferenz am Mittwoch in Lachen-Speyerdorf klare Kante. Wer bis dahin vielleicht dachte, er springe für die SPD nur in die Bresche, wurde eines Besseren belehrt: Er sei kein „Zählkandidat“, so Bender, „ich will’s, sonst hätte ich es nicht gemacht“. Er rechne sich gute Chancen an, sich gegen Mitbewerber durchzusetzen: „Wir brauchen eine Perspektive, wir brauchen wieder Zusammenhalt, und das geht nur durch Transparenz und Kommunikation“, fasste er sein Motto zusammen, um Neustadt wieder ein „erkennbares Gesicht“ zu geben. Dazu seien ein klares Signal für einen Neuanfang und ein Stadtoberhaupt notwendig, das bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Neustadt, so Bender, müsse wieder wahrgenommen werden „und die Position einnehmen, die der Stadt zusteht“. Der SPD-Chef listete zig Themen auf, bei denen Nachholbedarf bestehe. Auch zwei ganz aktuelle waren darunter. Bei der Schulentwicklung sei er gespannt auf die Entwurfserkenntnisse für einen Schulentwicklungsplan – und zu was das führen werde. Auch hier gelte Offenheit bei allen Gesprächen, sofern diese nicht ideologisch geprägt seien. Daneben sprach Bender die Debatte um die Kontrolle des fließenden Verkehrs durch die Stadt an. Wie berichtet, gehörte die SPD neben der FWG zu den Stadtratsfraktionen, die das von Anfang an unterstützten. Sollte das Thema erneut in die Gremien kommen, werde es wieder ein klares Ja der SPD geben. „Hier besteht dringend Handlungsbedarf“, erklärte Bender, bislang sei es von Verwaltung und Ratsmehrheit „wie bei einer Vorstandssitzung des ADAC, bei der es um die Mautgebühr geht“ behandelt worden. Prominenter Gast der SPD-Konferenz war Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag. Personelle Alternativen bei einer Wahl seien mit Blick auf die Wahlbeteiligung wichtig, freute er sich über „den überzeugenden Kandidaten“ Pascal Bender. „Auch Malu Dreyer war nicht allein unterwegs“, mahnte er gleichzeitig die volle Unterstützung beim Wahlkampf an. Neustadt brauche einen engagierten Oberbürgermeister, einen, der die Stadt wieder zum Zentrum zwischen Vorder- und Südpfalz mache und dabei auch wisse, „wo in Mainz die Türen sind“, so Schweitzer. Darüber hinaus wurde Bender am Mittwoch als Stadtverbandsvorsitzender bestätigt. Gleiches galt für Michael Bub und Andreas Böhringer als Stellvertreter und Christian Pfaff als Schatzmeister. Neuer Schriftführer ist Jens Wacker. Einwurf |ahb