Maikammer RHEINPFALZ Plus Artikel Ortsbürgermeister-Wahl: Volker Stephan kandidiert für die CDU

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Die CDU Maikammer geht bei der Wahl des Ortsbürgermeisters im nächsten Jahr mit Volker Stephan ins Rennen. Der Ortsverband hat den 58-jährigen selbstständigen Bäckermeister bei seiner Mitgliederversammlung als Kandidat nominiert.

Karl Schäfer wird nach 30 Jahren im Amt des Ortsbürgermeisters nicht noch einmal kandidieren. Volker Stephan ist nach eigenen Angaben zwar erst 2015 in die CDU eingetreten. Sein Interesse an Kommunalpolitik sei bereits 2009 erwacht, als erstmals über eine geplante Zwangsfusion der Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer berichtet wurde. „Da stieg mein Blutdruck mal so richtig in die Höhe“, blickte er zurück. „Die Entscheidung zur Zwangsfusion war für mich eine Demonstration der Macht und nicht der Demokratie, der damals im Land alleine regierenden SPD“, stellte Stephan fest. „Die Demokratie ist für mich, gerade in der heutigen Zeit, etwas absolut Schützenswertes“, betonte er.

Obwohl er als Gemeinderatsmitglied und Fraktionschef schon ein gutes Maß an kommunalpolitischer Erfahrung mitbringt, sei für ihn die Entscheidung, für das Amt des Ortsbürgermeisters zu kandidieren, keine leichte gewesen, sagte der Vater von zwei erwachsenen Kindern. Für ihn sei es wichtig, in innerparteilichen Gremien zu diskutieren. Auch wenn man unterschiedlicher Meinung sei, müsse man stets versuchen, den besten Weg zu finden. Mit Mehrheit getroffene Entscheidungen müssten auch dann mitgetragen werden, wenn man persönlich vielleicht anders abgestimmt habe. „Der Diskurs gehört immer mit dazu“, sagte Stephan.

Stephan: Wahl ist kein Selbstläufer

Er blickte auf die Projekte zurück, die zuletzt in Maikammer umgesetzt wurden, so den Umbau des Kalmitbads, den Neubau des Ärztehauses oder die Sanierung des Hauses Lotter, wo die Tourist-Information einziehen wird. Als weitere Ziele nannte er die Einrichtung einer Ganztagspflege im Ort, den Ausbau der kommunalen Kindertagesstätte und der Ortsstraßen. „Es gibt für uns in Maikammer auch in Zukunft genug zu tun“, betonte er.

Ihm sei nicht bange vor der Wahl 2024, auch wenn es voraussichtlich Mitbewerber für das Ortsbürgermeisteramt geben werde. Stephan: „Wir dürfen aber nicht überheblich sein. Die Wahl ist kein Selbstläufer. Wir müssen den Menschen klar machen, wofür wir als CDU stehen“, zeigte sich Stephan kämpferisch.

Schenk: Zäsur für Maikammer

Ortsverbandsvorsitzender Nicolai Schenk sprach im Hinblick auf die Wahl von einer Zäsur für Maikammer, weil Karl Schäfer nicht für eine Wiederwahl als Ortsbürgermeister zur Verfügung stehen wird. „Wir wollen auch künftig den Ortsbürgermeister stellen und unsere absolute Mehrheit im Ortsgemeinderat verteidigen“, gab er als Wahlziel aus. Auch wenn diesmal wohl wieder die FWG mit ins Rennen gehe, was ihr 2019 aus formellen Gründen nicht möglich gewesen sei.

Landrat Dietmar Seefeldt freute sich, dass auf der CDU-Liste der CDU Maikammer viele Positionen mit Frauen besetzt sind. Die bevorstehende Anhebung der Mehrwertsteuer von sieben auf wieder 19 Prozent auf Speisen bezeichnete er als absolute Fehlentscheidung der Ampelkoalition in Berlin. Verbandsbürgermeisterin Gabriele Flach stellte fest, das Maikammer seit Jahrzehnten eine sichere Bank für die CDU sei. „Wir stehen vor einer schwierigen Kommunalwahl in einer sehr schweren Zeit. Es ist aber gerade jetzt wichtig, dass die Politik an ihren Werten festhält“, forderte sie. Wichtig seien Angebote sowohl für junge als auch für ältere Menschen.

Schnieder: Freisbach ist überall

Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Gordon Schnieder, stimmte seine Parteikollegen auf den Kommunalwahlkampf ein. Im Hinblick auf die schwierige Finanzsituation in den Kommunen stellte er fest: „Freisbach ist überall.“ Die großen Verlierer der Anhebung der Grundsteuern seien die Kommunen und ihre Bürger. „Die Schulden der Kommunen sind auch die Schulden des Landes und umgekehrt. Nicht die Gemeinderäte haben die Grundsteuern erhöht, sondern die Landesregierung“, kritisierte er.

Volker Stephan ist auch der CDU-Spitzenkandidat für die Wahlen zum Ortsgemeinderat. Die Versammlung beschloss einstimmig, keine Mehrfachnennungen auf der 25 Personen umfassenden Liste vorzunehmen. Auf Platz zwei der Liste steht der Erste Ortsbeigeordnete Klaus Humm vor der Beigeordneten Sabine Lösch, die als Parteilose für die CDU ins Rennen geht, und dem Ortsvereinsvorsitzenden Nicolai Schenk.

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