Neustadt Ohne Angst zu den Spitzenteams

Hassloch. Für die beiden Haßlocher Fußball-Bezirksligisten steht an diesem Wochenende jeweils ein Auswärtsspiel bei einer Spitzenmannschaft auf dem Programm. Bereits morgen, Samstag, 15.30 Uhr, gastiert der 1. FC 08 Haßloch beim Tabellendritten TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim. Der VfB Haßloch spielt am Sonntag, 15 Uhr, beim Zweitplatzierten FSV Schifferstadt.
Christian Lederle, Trainer des 1. FC 08 Haßloch, war sich auch vier Tage nach dem 2:2-Unentschieden seiner Mannschaft gegen den SV Altdorf-Böbingen noch unschlüssig, ob er sich über den Gewinn eines Punktes freuen oder über den Verlust von Zählern ärgern sollte. „Natürlich ist es ärgerlich, wenn man zweimal in Führung geht und dann in beiden Fällen wenig später den Ausgleich hinnehmen muss. Altdorf-Böbingen hatte aber kurz vor Schluss noch eine große Chance zum Siegtreffer, so dass ich letztendlich auch froh darüber sein muss, dass wir nicht verloren haben“, blickt der 08-Coach auf das vergangene Wochenende zurück. Immerhin brachte das Remis den Haßlochern den ersten Punktgewinn seit dem 22. November 2015. Dass es sich beim Gegner TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim um den härtesten Verfolger des Führungsduos handelt, sieht Lederle keineswegs negativ. „Wir haben in dieser Saison gegen die Mannschaften aus dem vorderen Tabellenbereich bisher unsere besten Spiele gemacht“, stellt er fest und erinnert daran, dass seine Mannschaft auch das Hinspiel gegen Billigheim-Ingenheim gewonnen, beim FSV Schifferstadt gesiegt und gegen Spitzenreiter ASV Maxdorf ein Unentschieden erreicht hat. Problematisch sei jedoch die Personalsituation. „Andreas Ackermann musste im Spiel gegen Altdorf-Böbingen verletzungsbedingt ausgewechselt werden und wird in Billigheim-Ingenheim wahrscheinlich noch nicht wieder spielen. Außerdem fallen André und Torben Hubach sowie Lars Zintel auf jeden Fall aus“, klagt Lederle. Der VfB Haßloch muss am Sonntag davon ausgehen, auf einen hochmotivierten Gegner zu treffen. Da Tabellenführer ASV Maxdorf am vergangenen Wochenende sein Heimspiel gegen die SG Steinfeld/Schweighofen/Kapsweyer völlig überraschend mit 1:4 verloren hat, reichte dem FSV Schifferstadt das gegen Billigheim-Ingenheim erzielte 1:1, um bis auf einen Punkt an Maxdorf heranzukommen. VfB-Trainer Frank Lieberknecht sieht es positiv, dass er mit seiner Mannschaft diesmal nicht als Favorit antritt. „Es tut uns gut, ohne Druck auf einen Gegner zu treffen, der selbst das Spiel machen wird“, meint er. Bezüglich der jüngsten 1:3-Heimniederlage gegen den SV Rot-Weiß Seebach macht er seinem Team keinen Vorwurf. „Wir haben hinten gut gestanden, aber Seebach hat einfach clever gespielt und unsere Spitzen gut kontrolliert“, meint er zur zweiten Niederlage im dritten Heimspiel nach der Winterpause. Aufgrund derer haben die Haßlocher nun neun Punkte weniger als ihr morgiger Gegner auf dem Konto. Knackpunkte seien die Gelb-Rote Karte fünf Minuten vor der Pause und der Doppelschlag des früheren 08-Stürmers Dominik Euler zu Beginn der zweiten Spielhälfte gewesen. (dil)