Neustadt Nur der Kampf gegen den Abstieg ist spannend

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Neustadt. Die Aufstiegsfrage in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz ist längst beantwortet, die beiden Teams, die am Ende die Plätze eins und zwei belegen werden, stehen fest: Primus Phönix Schifferstadt hat schon jetzt 16 Punkte Vorsprung auf Rang drei, Kronprinz SV Büchelberg zwölf. Der Kampf gegen den Abstieg ist wesentlich spannender. Und zwei Formationen aus Neustadt und Umgebung stecken mittendrin. Oder sogar drei?

TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim - VfL Neustadt (Samstag, 17 Uhr).

Muss man ein Fantast sein, um noch an den Klassenverbleib des VfL zu glauben? Der Vorletzte von der Haidmühle hat acht Punkte Rückstand auf den selig machenden zwölften Tabellenplatz. Die Anzahl der Begegnungen wird geringer, die Gegner werden nicht leichter. Umso weniger stellen Unentschieden zufrieden wie jenes 1:1 gegen Rot-Weiss Seebach, einen Konkurrenten im Abstiegskampf – auch wenn das späte eigene Ausgleichstor die Moral hebt. „Für den Spielverlauf und unsere Situation war dieser Punkt viel zu wenig“, sagt Cotrainer Reiner Schwartz, gleichsam Torwart des VfL. „Noch sind es ja genügend Spiele, aber langsam müssten wir anfangen zu punkten.“ Und vielleicht auch mal Überraschendes schaffen, zum Beispiel einen Sieg beim Tabellendritten Billigheim-Ingenheim. „So blöd es sich auch anhören mag“, sagt Schwartz: „Es steckt etwas in unserer Mannschaft. Die Qualität ist da.“ TSG Deidesheim - FV Freinsheim (Sonntag, 14.30 Uhr). Trotz bis zu elf Ausfällen zuletzt möchte TSG-Trainer Markus Humbert nicht in Wehklagen verfallen. Die Spieler aus dem sogenannten zweiten Glied hätten ihre Aufgaben in Gänze erfüllt und blieben auch für die kommenden Spiele eine Option. Der FV Freinsheim reist als Achter des Klassements an. In den vergangenen drei Spielen verbuchte der Mitaufsteiger sieben Punkte. Die TSG, die auf den bei seinem Einstand gut spielenden Daniel Veth (Bänderverletzung) verzichten muss, braucht dringend den fünften Heimsieg der Saison, um die Hoffnung auf den Ligaverbleib zu nähren. Im Augenblick belegt die Humbert-Elf mit 15 Punkten Platz 15. „Es gilt, alle Kräfte zu bündeln“, sagt der Trainer. VfB Haßloch - VTG Queichhambach (Sonntag, 14.30 Uhr). Der SV Phönix Schifferstadt wird so schnell nicht zum Lieblingsgegner des VfB Haßloch. Wie in der Hinrunde unterlagen die Gelb-Schwarzen auch im zweiten Duell 0:6. Ein magerer Zähler gelang in den vergangenen vier Spielen – der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ist bis auf vier Punkte geschrumpft. Gast VTG Queichhambach ist eben diese vier Zähler schlechter und reist mit einem stärkenden 7:0 über den VfR Frankenthal in den Eichelgarten. Umso wichtiger ist es für den VfB, dass André Grässer und Sebastian Pelgen auf den Platz zurückkehren werden. Beide hatten in Schifferstadt ebenso gefehlt wie Dennis Klein. Obendrein mussten Daniel Schulz und Patrick Heilman verletzungsbedingt ausgetauscht werden. „Meine Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft, doch sie war in puncto Erfahrung und Handlungsschnelligkeit chancenlos gegen eine ,Verbandsliga-Mannschaft’“, sagt Trainer Frank Lieberknecht. „Wir müssen dieses Spiel abhaken. Es ist immens wichtig, mal wieder einen Dreier einzufahren.“ Rot-Weiss Seebach - 1. FC 08 Haßloch (Sonntag, 15 Uhr). Die einen sind seit fünf Spielen unbezwungen und holten dabei elf Punkte, die anderen haben sich sechs Partien schadlos gehalten und währenddem zwölf Punkte gesammelt: Mit Rot-Weiss Seebach und dem 1. FC 08 Haßloch treffen zwei „Serientäter“ aufeinander. Beide kamen zuletzt zu einem Teilerfolg. Die „Nullachter“ trennten sich von der TSG Deidesheim 2:2. Trainer Christian Lederle war von dem Resultat „enttäuscht“, merkt jedoch an, dass auf „schwerem Geläuf schöner Fußball nicht möglich gewesen“ sei. Für den Seebacher Kunstrasen gelte das nicht, trotz weiterhin angespannter Personallage. Als Sechster trennen 08 drei Punkte von Platz drei. |aboe

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