Neustadt
Niederkirchen: Entwurf für Sanierung der Grundschule
Die Sanierung der Grundschulen in der Verbandsgemeinde Deidesheim ist schon seit einigen Jahren ein Dauerthema. Jetzt steht es für dieses Haushaltsjahr erneut auf dem Programm. Ein erster Entwurf von Architekt Jürgen Schmidt zur Sanierung der Don-Bosco-Grundschule in Niederkirchen wurde mehreren Ausschüssen präsentiert.
Neben der energetischen und gebäudetechnischen Renovierung, wird auch eine verbesserte räumliche Situation angestrebt. Die Räume sollen multifunktional eingesetzt werden können, so Verbandsbürgermeister Peter Lubenau in der Sitzung. Bei dem favorisierten Vorschlag soll zunächst der nicht genutzte Lichthof zu einer hellen Aula umfunktioniert werden. Der mittlere Bereich wird dazu aufgestockt und erhält große Fenster auf der Ostseite sowie weitere Fensterbänder. Der Turnraum wird abends von der Volkshochschule genutzt. Dies soll auch zukünftig so bleiben, jedoch ohne Zugangsmöglichkeit in das weitere Schulgebäude. Weiter soll der Bereich der Betreuenden Grundschule mit dem Lehrerzimmer und Sekretariat tauschen.
Schulleiterin Astrid Knorst zeigte sich von dem Vorschlag positiv überrascht. Vieles sei ihr zwar schon bekannt gewesen, doch gerade der Tausch von Betreuender Grundschule und Schulleitung war ihr neu: „Ich finde, der Vorschlag sieht sehr gut aus“, sagte sie. Auch Regina Fischer (CDU Niederkirchen) betonte: „Die Helligkeit bleibt bei dem schönen Gebäude weitgehend erhalten.“ Walter Metzler (FWG Forst) gab zu bedenken, dass der Ausschuss nicht der richtige Kreis sei für eine Diskussion um die räumliche Aufteilung. Dies müsse mit der betroffenen Schulleitung und Elternschaft erfolgen.
Schmidt zeigte auch eine ganze Reihe von bau- und brandschutztechnischen Mängeln auf. Zu den Maßnahmen gehört die Dachsanierung mit Entwässerung, Erneuerung der Heizungszuleitung sowie die elektrische Installation der Wechselrichter für die Photovoltaikanlage. Gerade die Dachsanierung habe auch einen energetischen Aspekt. Weiter müssten auch die Außenfassaden entsprechend abgedichtet und die Fenster aus den 1960-er Jahren erneuert werden. Die Kosten für die gesamte Renovierungsmaßnahme nach diesem ersten Entwurf schätzt Schmidt auf rund 3,2 Millionen Euro.
Die weitere Vorgehensweise beschreibt Bürgermeister Lubenau wie folgt: Nach der Vorstellung des Entwurfs im kleinen Kreis mit Schulleitung und Schulelternbeirat erarbeitet der Ausschuss den Vorschlag für die Verbandsgemeinderatssitzung Ende März. Womöglich soll die Sanierungsmaßnahme in zwei Schritten erfolgen.
Aus dem Gremium kam die Frage, warum für die Gemeinden Meckenheim und Niederkirchen nicht eine große neue Grundschule gebaut werden könne, das sei doch sicher wirtschaftlicher. Diese Erwägung sei nie ernsthaft diskutiert worden, so Lubenau. Beide Schulen seien zumindest einzügig, und mit jeweils einer Klasse pro Jahrgang sei eine Schule erhaltenswert. Man solle die Ortschaften lebenswert erhalten, sagte Heiner Weisbrodt (Ortsbürgermeister Ruppertsberg), und Metzler ergänzte: „Für die Kinder ist die Schule am Ort auf jeden Fall besser.“