Wasserball
Neustadter U18-Mannschaft lässt Spitzenreiter Spandau keine Chance
Die U18-Mannschaft des SC Neustadt setzte am Sonntag das Neustadter Wasserballfeuerwerk des Wochenendes fort. Mit einem 17:4 (5:0, 4:2, 5:0, 3:2)-Erfolg gegen Spandau Berlin, Tabellenführer der U18-Bundesliga-B-Gruppe, sicherte sich der SCN Platz zwei. Damit wäre das Relegationsturnier Ende März gegen die zwei Tabellenletzten der A-Gruppe erreicht, sofern der SCN im noch ausstehenden Spiel gegen Rostock keine Punkte verschenkt.
Wilde Entschlossenheit
Am Vorabend beim Sieg der Männer gegen Darmstadt gestanden die Jungs von Trainer Peter Jacqué, dass sie nervös seien. Doch davon war von Beginn an wenig zu spüren. Mit wilder Entschlossenheit agierte das Team in der Abwehr und blockte zahlreiche Schüsse der Berliner. Das 1:0 erzielte der 18-jährige Neustadter Neuzugang Maksim Bahchevanow. Der Bulgare geht noch in seinem Heimatland aufs Gymnasium und plant, im Herbst in Karlsruhe ein Informatikstudium zu beginnen. Er reiste eigens für diese Partie an. Bahchevanow begeisterte die rund 150 Neustadter Fans mit sechs Treffern.
Nach drei Minuten und einem 0:3-Rückstand nahm Spandaus Trainer Michel Denneler die erste Auszeit und stellte sein Team zunächst auf Pressdeckung, auf Manndeckung, um. Doch auch dies brachte die Neustadter nicht aus dem Konzept. Die SCN-Abwehr funktionierte hervorragend. Coach Jacqué: „Die Jungs haben wie im Rausch gespielt. Nach dem ersten Viertel wurden sie sicher. Es gelang fast alles.“ Entscheidend war die taktische Meisterleistung des Neustadter Trainers, der die beiden stärksten Angreifer Berlins mit einer Doppeldeckung aus dem Spiel nahm. Die SCN-Abwehr fischte viele Schüsse der Gäste aus der Luft. Alexandros Vlantoussis belohnte sich für seine starke Defensivleistung mit einem sehenswerten Solo. Er setzte so den letzten Treffer für Neustadt. Torwart Kristof Meszaros hatte mit einigen starken Paraden ebenfalls Anteil am Erfolg.
Der Trainer ist „Vater des Siegs“
Für den Spandauer Coach Denneler lag die deftige Niederlage an der „eigenen Unfähigkeit.“ Doch auch die lange Anreise seit 6 Uhr am Morgen und das krankheitsbedingte Fehlen von fünf Spielern nannte er als Ursache für die Schlappe. Lobende Worte für Jacqué fand Spielervater Jiannis Vlantoussis: „Der SCN-Coach ist der Vater des Siegs. Er hat genau die richtige Taktik, aber auch die richtigen Worte für die Jungs gefunden.“
So spielten sie
SCN, U18: Meszaros – Chaloupka, Welke, Giese (1 Tor), Reinig, Engin, Vlantoussis (1), Grüne, Bahchevanov (6), Matteo Ananias (4), Michail Wolgin (5), Catauro, Schuler.