Wasserball
Neustadter U16 nach einem Trick in der Zwischenrunde
Die U16-Wasserballmannschaft des SC Neustadt steht nach Platz zwei im Turnier in Berlin in der Zwischenrunde um die deutsche Meisterschaft in dieser Altersklasse. „Wir sind unter den besten Acht in Deutschland“, betont SCN-Trainer Peter Jacqué. Er hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Jahrgänge aus der U16 in die nationale Spitze der U18 geführt und dort die großen Wasserball-Vereine verblüfft.
Der aktuelle U16-Jahrgang ist zwar bereits auf einem sehr guten Weg, musste aber für die Vorrunde in Berlin eine wichtige Umstellung hinnehmen. Denn Matteo Ananias, als Angreifer und Verteidiger bei den SCN-Junioren ein wichtiger Spieler, wechselte für ein halbes Jahr zum nach Cannstatt. Cannstatt hat eine starke U16-Jugend und schielt sogar nach dem Titel. Dort könne sich Matteo entsprechend national präsentieren und auch vielleicht beim Bundestrainer Aufmerksamkeit erregen, so die Überlegungen des SCN zum vorübergehenden Wechsel.
Spiel gegen Düsseldorf entscheidend
Matteo Ananias war als Edelfan in Berlin dabei. „Er fehlte uns aber im Becken“, gesteht Jacqué. Die erste Begegnung gegen Hildesheim beim Vorrundenturnier verlief noch etwas holprig. Der SCN siegte mit 12:2, doch Jacqué erkannte, dass die Spielpraxis fehlte, nachdem sein Team einige Monate lang keine Partie absolviert hatte. Gegen den Gastgeber und Favoriten Spandau Berlin folgte nur eine Stunde später eine deutliche 7:24-Niederlage. „Wir wurden im ersten Viertel ausgekontert, lagen 1:7 hinten, da war die Luft raus. So ließ ich auch alle Jungs spielen“, berichtete Jacqué.
Das Spiel gegen Düsseldorf am Sonntag sollte dann das Schlüsselspiel um Platz zwei werden, der zum Weiterkommen berechtigt. Auf dem Papier hatte Düsseldorf leichte Vorteile durch ein besseres Torverhältnis. Düsseldorf hatte ein Plus von zwölf Toren gegen Hildesheim herausgeholt und auch gegen Spandau etwas besser als der SCN abgeschnitten. Jacqué sah dennoch beide Teams auf Augenhöhe. Er griff zu einem Trick. Statt Stammtorhüter Joona Vagts, der sogar bei den SCN-Männern in der 2. Liga als erster Torhüter für die kommende Saison gelistet wird, rückte Hendrik Seiberth ins Gehäuse.
Jugendlicher Übermut
Vagts spielte in der Abwehr den Abfangjäger und blockte zahlreiche Schüsse der Düsseldorfer. Bis zur Pause führte der SCN mit 6:1, der Plan von Trainerfuchs Jacqué schien aufzugehen. Doch der jugendliche Übermut seiner Jungs führte zum Leichtsinn, die Rheinländer glichen zum 6:6 aus. Gerade noch so bekamen die SCN-Junioren wieder die Kurve, mit 10:7 sicherten sie den zweiten Platz im Vorrundenturnier.
In der Zwischenrunde am 7. und 8. Oktober in Potsdam geht es dann um den Einzug ins Finalturnier.