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Ortsvorsteher: Der Alterspräsident

Gedankenversunken stand Claus Schick am Sonntagabend auf dem Hambacher Marktplatz, um seinen Parteifreund Pascal Bender, der auf das Ende der Auszählung der Ortsvorsteherwahl wartet, zu unterstützen. Am Ende fehlten dem Neustadter SPD-Vorsitzendne 33 Stimmen zum Sieg – und damit hat die SPD nur noch einen Ortsteil in ihrer Hand – nämlich den von Lachen-Speyerdorf durch Claus Schick.Und dem angesprochenen wurden in diesem Moment klar, dass er nach den Rückzügen von Roland Henigin in Diedesfeld, Gerhard Syring-Lingenfelder in Duttweiler und Reinhard Nebel in Geinsheim zum dienstältestens Ortschef Neustadts aufgestiegen ist. Für den XX-Jährigen „Alterspräsidenten“ beginnt die dritte Legislaturperiode.

Ortsvorsteherinnen: Frauen in der Mehrheit

A propos Ortsvorsteher. Künftig wäre es korrekter von „Ortsvorsteherinnen“ zu sprechen, wenn die Gesamtheit der Ortsteil-Chefs gemeint ist. Denn die Frauen sind in der Mehrheit. Fünf Frauen und vier Männer stehen an der Spitze der Ortsteile. Zwei von den Frauen, Alexandra Schaupp und Claudia Albrecht, waren von vornherein „gesetzt“, weil sie keine Mitbewerber hatten. Für Silvia Kerbeck war die Kandidatur der zweite Versuch, 2014 hat sie verloren, dieses Mal hat’s geklappt. Sabine Kaufmann war die Überraschungssiegerin am 26. Mai, denn immerhin war CDU-Urgestein Clemens Stahler unter den Mitbewerbern. Die Fünfte im Bunde, Gerda Bolz, gewann in der Stichwahl gegen Pascal Bender. Weiter so, Mädels.

Grünanlagen: Lieber zu viel Grün als zu wenig

Viel wird in diesen Zeiten ja über die Bedeutung von Insekten, besonders von Bienen geredet. Sie sind halt existenziell für den Erhalt des Planeten, da leuchtet es jedem ein, dass wir etwas tun müssen für ihr Wohl. Mehr Grün also, Blümchen statt Schotter. Es tut das ja auch nicht so weh wie etwa der Verzicht aufs Auto, die Flugreise oder das Grill-Steak. Dennoch: Wenn’s warm ist und öfter mal regnet, dann wächst das Grünzeug einfach wie wild. Ratzfatz hat es alles unter sich begraben. Und schon hört man die ersten Beschwerden: Leben wir etwa im Dschungel? Wo bleibt das Grünflächenamt mit der Mähmaschine? Ja, ja, gelegentlich muss man natürlich mähen, keine Frage. Aber wenn’s mal bisschen dauert, passiert auch nix. Kathrin Keller

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