Neustadt Neustadt: Wasserprojekt startet
Das Projekt „Wasser in die Stadt“ kann starten. Der Stadtrat hat gestern Abend der Entwurfsplanung für das Gesamtprojekt zugestimmt. Die Verwaltung kann damit die weiteren Aufträge an das Ingenieurbüro Hofmann und Röttgen (Limburgerhof) vergeben.
Das Projekt ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Kriegerdenkmal bis Tiefgarage Klemmhof, Juliusplatz und Marktplatz/Gasse Marktplatz-Kriegerdenkmal. Im ersten Abschnitt ist die „Nachzeichnung“ des Wasserlaufs mit einer flachen Wasserrinne sowie die Schaffung von Plätzen mit Bäumen an der Ecke Badstubengasse/Laustergasse und vor dem Gebäude der RHEINPFALZ geplant. Erster Spatenstich für diesen Abschnitt soll im Herbst sein. Wie mehrfach berichtet, wurde das Projekt von der Bürgerstiftung Neustadt und dem Lions Club angestoßen. Ziel ist, den Speyerbach, dessen Wasser teilweise durch ein Rohr in einer Tiefe von 1,50 Meter unter der Innenstadt hindurchfließt, mit Leitungswasser wieder erlebbar zu machen. Ihn frei zu legen, ist aufgrund der Tiefe, in der das Rohr liegt, nicht sinnvoll. Die Wasserrinnen sollen etwa 20 Zentimeter tief sein.
Neue Variante wird mit Gastronomen besprochen
Im ersten Bauabschnitt wird das Projekt verbunden mit der ohnehin geplanten Sanierung der Fußgängerzone. Die Zuschusszusage des Landes liegt sowohl für den ersten Bauabschnitt als auch für den zweiten am Juliusplatz vor. Dort soll eine größere Wasserfläche entstehen. Für den zweiten und den dritten Abschnitt sind die Pläne mittlerweile weiter konkretisiert worden. Für den Marktplatz ist eine zweite Variante erarbeitet worden, mit der der Wunsch vieler Bürger nach einer zumindest teilweisen Offenlegung des Bachs berücksichtigt wird. Ursprünglich war am Marktplatz wegen der Bestuhlung nur eine symbolische „Nachzeichnung“ des Bachs mit bodengleichen Metallelementen gedacht. Über die neue Variante soll es nun Gespräche mit den umliegenden Gastronomen geben, wie Carmen Wunn vom städtischen Planungsamt im Stadtrat erläuterte. „Die konkrete Vorzugsvariante der Verwaltung wird dann zu einem späteren Zeitpunkt nochmals im Stadtrat vorgestellt“, so Wunn.