Neustadt Neustadt: Neue Pächter für Hellerhütte und Weinbiethaus
Die Pfälzerwald-Vereine Neustadt und Gimmeldingen haben erfahrene Betreiber gefunden. Die Namen sind bis zur Vertragsunterzeichnung aber noch Geheimsache.
Für die seit dem überraschenden Tod des bisherigen Pächters geschlossene Hellerhütte sei ein Nachfolger gefunden. Dies bestätigte jetzt Reinhard Groß, Hüttenwart des Pfälzerwald-Vereins (PWV) Neustadt, dem die Hütte gehört, auf Anfrage der RHEINPFALZ. Einen „nahtlosen Übergang“ soll es im Weinbiethaus des PWV Gimmeldingen geben. Dessen bisherige Pächter wollen ins Oppauer Haus der Naturfreunde wechseln, so PWV-Pressesprecher Dieter Neuwald.
16 Bewerber habe es für den Betrieb der Hellerhütte gegeben, mit sechs von ihnen seien Gespräche geführt worden. Der neue Pächter, für den sich der Vorstand des PWV Neustadt schließlich entschieden habe, verfüge über eine profunde Hüttenerfahrung, berichtet Groß: So habe er unter anderem 15 Jahre das Naturfreundehaus und später den Hüttenbrunnen bei Edenkoben geführt. Den Namen des neuen Partners wolle er aber erst nach der endgültigen Unterzeichnung des Pachtvertrags nennen.
Die Rutschbahn an der Hellerhütte ist kaputt
Geplant sei jedoch, dass der Hüttenbetrieb zum 11. März wieder aufgenommen werde. Das Haus befinde sich dank regelmäßiger Reinvestitionen in einem guten Zustand und könne ohne großartige Vorarbeiten zügig wieder den Betrieb aufnehmen, so Groß weiter. Im Hüttenangebot solle es keine großartigen Änderungen geben. Doch sei er sicher, dass der neue Wirt nach und nach eigene, individuelle Akzente setzen werde. Die Mitglieder des PWV wollen die Wiedereröffnung mit einer gemeinsamen Wanderung zur Hellerhütte am Sonntag, 15. März, feiern und ihren neuen Geschäftspartner begrüßen.
Noch nicht klar sei, wie es mit dem beliebten Spielplatz bei der Hütte weitergehen soll, so Groß: Nachdem während eines Sturms im März 2019 ein Baum auf die Rutschbahn gefallen sei, habe eine erneute Prüfung durch den Tüv ergeben, dass eine Reparatur nicht möglich sei, so Groß. Die übrigen Spielgeräte seien nach wie vor nutzbar, doch aktuell suche der Verein nach Möglichkeiten, die für eine Neuerrichtung notwendigen rund 30.000 Euro zu beschaffen: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welchen Topf ich da anzapfen könnte“, sagt Groß.
Nahtloser Übergang im Weinbiethaus geplant
„Unmittelbar bevor“ stehe die Unterzeichnung des Pachtvertrags mit einem neuen Pächter des Weinbiethauses, sagt Dieter Neuwald: Nachdem sich die bisherigen Pächter nach fünf Jahren neu orientieren wollten, hätten sich über 20 Interessenten für den Betrieb gemeldet, berichtet der Pressesprecher des PWV Gimmeldingen. Der neue Pächter verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Hüttengastronomie und sei ein „Glücksgriff für den Verein“.
Geplant sei, dass der Betrieb auf dem Weinbiethaus unmittelbar im Anschluss an die regulären Ferien des bisherigen Pächters wieder aufgenommen werde. Vorgemerkt sei der 1. April, möglich sei allerdings eine Verzögerung um wenige Tage. Zu den Öffnungszeiten des Weinbiethauses sei dann auch der Zugang zum Weinbietturm wieder möglich. Der Turm war wegen Schimmelbefalls im November 2017 für die Öffentlichkeit gesperrt worden, seit April 2019 ist die Aussichtsplattform wieder geöffnet.