Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neustadt: Ministerin Ahnen wirbt für Aktionsplan zum Thema Wohnen

Hatte Spaß mit den jüngsten Bewohnern von Branchweiler: Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen.  Foto: Mehn
Hatte Spaß mit den jüngsten Bewohnern von Branchweiler: Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen.

Gut zu wohnen bedeutet für sehr viele Menschen bezahlbar, alters- und generationengerecht. Dafür sind Ideen notwendig, aber auch Flächen und Geld. Politik und Fachleute in Rheinland-Pfalz haben einen Aktionsplan aufgelegt. Für ihn wirbt Bauministerin Doris Ahnen auch in Neustadt.

Dass Stadtentwicklung nicht von heute auf morgen und schon gar nicht umsonst zu haben ist – davon können die Stadt Neustadt und ihre Wohnungsbaugesellschaft (WBG) ein Lied singen. Aber auch davon, wie viel besser gerade sozialer Wohnungsbau umgesetzt werden kann, wenn eine Kommune über eine Wohnungsbaugesellschaft verfügt. Von einem ausgesprochen guten Beispiel dafür hat sich am Freitag die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen (SPD) in Branchweiler überzeugt. Ihre Botschaft, auf die hoffentlich auch weitere Bescheide, sprich Fördermittel folgen: Wenn Kommunen sozialen Wohnungsbau in der Mache haben, „scheitert es auf Landesebene nicht am Geld“.

WBG plant drei Projekte

Wie dringend mehr bezahlbarer oder sozialer Wohnungsbau benötigt werden, beschäftigt seit Jahren Politiker und Fachleute auf allen Ebenen. Drei neue Projekte hat die Neustadter WBG geplant, weshalb Geschäftsführer Dietmar Kurz und Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer Ahnen mit Sicherheit beim Wort nehmen werden beziehungsweise schon genommen haben. In einer Grünanlage an der Breslauer Straße hatte die WBG Infotafeln aufgestellt, um auf einen Blick die neuen Vorhaben zu servieren. Zuvor indes durfte die SPD-Politikerin mit Kindern an einigen Spielstationen Körpereinsatz beweisen – Kinder wie Ministerin hatten dabei Spaß.

Attraktives Grün erhalten

16 neue Single-Wohnungen sind in einem geplanten Neubau in der Roßlaufstraße vorgesehen. 35 Wohneinheiten umfassen die drei Gebäude auf dem Jahnplatz in Lachen-Speyerdorf. Hinzu kommt ein Haus mit acht Wohnungen in der Stettiner Straße, die pflegebedürftigen und schwerbehinderten Menschen vorbehalten sein sollen.

Bei dem Neubau in der Stettiner Straße handelt es sich um eine sogenannte Nachverdichtung. Nach über zehn Jahren, in denen die WBG über das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ Branchweiler in ein Vorzeigequartier verwandelt hat, geht es nun um zusätzlichen Wohnraum. Dabei muss der Spagat zwischen der weiteren Versiegelung und dem, was Branchweiler auch auszeichnet, gelingen: Das attraktive Grün zu erhalten, wie es sich auch die Mieter wünschen. Erst im vergangenen Frühjahr startete beispielsweise das Projekt Mietergarten.

„Wir müssen bauen, bauen, bauen“

Doris Ahnen weiß sehr wohl um dieses Spannungsfeld zwischen Nachverdichtung und attraktiven Freiflächen. Wohnungsbau, verknüpft mit der Frage nach der sozialen Stadt, sei gerade auf kleinem Raum sehr wichtig und brauche gute Lösungen. Sie lobte das neue Gesicht von Branchweiler – und dass die WBG sich nicht darauf ausruhe.

Zuvor hatte Bürgermeister Röthlingshöfer noch einmal das „Vorzeigeprojekt Soziale Stadt Branchweiler“ vorgestellt. Der Erfolg werde beispielsweise durch den aktuellen „Zuzugsdruck“ belegt. Das hänge unter anderem mit den vielen Grünflächen zusammen. Angesichts der geplanten Nachverdichtung durch neue Häuser bleibe es folglich spannend. Sein bereits vielzitiertes Motto zum guten Schluss: „Wir müssen bauen, bauen, bauen.“

91-126492282_20190705_branchweiler_wbg_ahnen_01.jpg
x