Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neustadt/Haßloch: SGD stimmt Zubringerleitung vom Altrhein in die Südpfalz zu

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Die geplante Zubringerleitung zur Beregnung der Südpfalz, die von Otterstadt nach Schwegenheim verlaufen soll, ist mit den Vorgaben der Landesplanung vereinbar. Das teilt die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) mit.

Der Wasser- und Bodenverband zur Beregnung der Vorderpfalz (Mutterstadt) plant, die Südpfalz mit Beregnungswasser aus dem Altrhein zu erschließen. Derzeit werden lokale Einzelbrunnen genutzt. Eine weitere Steigerung der Grundwasserentnahme ist jedoch schwer mit den Zielen des Naturschutzes zu verbinden. Deshalb soll eine Zubringerleitung vom Altrhein bis nach Schwegenheim gebaut werden.

Leitung etwa 20 Kilometer lang

Zu einem späteren Zeitpunkt soll über eine Abzweigung auch der Raum Haßloch erschlossen werden. Die geplante Leitung von Otterstadt nach Schwegenheim wird etwa zwanzig Kilometer lang sein, die Abzweigung in den Raum Haßloch etwa fünfzehn Kilometer.

Die Zustimmung der SGD Süd sei allerdings mit Auflagen verbunden, teilt der Leiter der Behörde, Hannes Kopf, mit. So sei beispielsweise festgelegt worden, dass bei der Querung des Naturschutzgebietes „Haderwiese“ sowie des Naturschutzgebietes „Woogwiese“ die notwendigen Eingriffe auf ein Minimum reduziert werden müssen. Alle konkreten Maßnahmen müssten in enger Abstimmung mit der SGD Süd erfolgen.

Enge Abstimmung mit SGD Süd

Bei der Kreuzung der Zone II des Wasserschutzgebietes „Speyer Nord“ seien besondere Schutzvorkehrungen umzusetzen. Auch hier sei eine enge Abstimmung mit der SGD Süd erforderlich.

Südlich der Ortsgemeinde Böhl-Iggelheim müsse die Trasse der Bewässerungsleitung an die geplante Verlegung des Rehbaches angepasst werden. Deshalb sei eine frühzeitige Abstimmung mit dem Gewässerzweckverband Rehbach-Speyerbach sowie der Unteren Wasserschutzbehörde nötig.

Außerdem müssten im Waldbereich Löschwasser-Entnahmestellen für die Feuerwehr errichtet werden. Ein Verlust von Waldflächen muss ausgeglichen werden.

Verfahren im August begonnen

Der Wasser- und Bodenverband hat im August die raumordnerische Prüfung der Hauptzubringerleitung beantragt. Das Verfahren wurde von der SGD Süd Ende August eingeleitet, laut Behörde wurden insgesamt 30 Träger öffentlicher Belange wie beispielsweise Fachbehörden, Gemeinden, Verbände und sonstige Stellen beteiligt.

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