Neustadt Neustadt: Deidesheimer Tempel beschmiert
Der Deidesheimer Tempel in Haardt ist erneut zum Graffiti-Opfer geworden. Zu den bereits sein einigen Monaten vorhandenen Schmierereien gesellten sich wohl Mitte November weitere „Unterschriften“. Die Stadt wird Strafanzeige stellen. Die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes ist jetzt für das Frühjahr 2020 geplant. Der Deidesheimer Tempel oberhalb der Hüllsburg in der Nähe des Sonnenweges hat nichts mit Deidesheim zu tun, sondern ist nach seinem Erbauer Friedrich Deidesheimer (1804-1876) benannt. Der Kaufmann und Weingutsbesitzer entdeckte bei einer seiner Geschäftsreisen nach München im Englischen Garten einen sogenannten Monopteros – ein Rundbau mit Säulen ohne geschlossenen Innenraum. Er gefiel ihm so gut, dass er ihn 1853 nachbauen ließ. Deidesheim war Redner beim Hambacher Fest und später Neustadter Bürgermeister. In dieser Funktion bewirtete er die bayerischen Könige Maximilian II. und Ludwig I. in seinem Tempel auf der Haardt.