Neustadt Neustadt: Chemieunternehmen Asiral zieht nach Edenkoben

Asiral stellt Reinigungsmittel für die Lebensmittelbranche her.
Asiral stellt Reinigungsmittel für die Lebensmittelbranche her. Foto: Mehn

Wenn nichts mehr dazwischen kommt, verlässt das Chemieunternehmen Asiral das Neustadter Gewerbegebiet Nachtweide und zieht nach Edenkoben. Damit wandern 60 Arbeitsplätze ab.

Asiral wurde 1987 von Erich Schmid in Neustadt gegründet, zunächst im Gewerbegebiet Altenschemel in Lachen-Speyerdorf, doch schon bald folgte der Umzug auf ein größeres Areal in der Nachtweide. Das Unternehmen stellt Reinigungsmittel für die Lebensmittelbranche her. Um die strengen Hygienestandards in Deutschland zu erfüllen, müssen Leitungen, Behälter und Anlagen regelmäßig professionell gesäubert werden. Die dafür erforderlichen Mittel werden bei Asiral produziert. Noch wird das überwiegend auf Bestellung erledigt, aber das Unternehmen will sich weiterentwickeln und auf größere Mengen in Lagerhaltung umstellen. Dafür braucht es deutlich mehr Platz – und der steht in Neustadt nicht zur Verfügung.

„Wir wären gerne in Neustadt geblieben“

In der Nachtweide hat Asiral rund 4000 Quadratmeter. Da man dort von anderen Firmen „eingebaut“ sei, komme eine Erweiterung an dem Standort nicht infrage, schildert Geschäftsführer Bertram Schmid auf Anfrage der RHEINPFALZ. Deshalb habe man schon 2013 begonnen, in Neustadt nach einem größeren Gelände zu suchen, sagt der Sohn des Firmengründers. Die Stadtverwaltung habe dabei geholfen und sich viel Mühe gegeben – ohne Erfolg. Es habe sich leider kein Gelände in der von Asiral gewünschten Größenordnung gefunden, sagt Christian Forsch, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft, auf Nachfrage. „Wir wären gerne in Neustadt geblieben, aber wir müssen jetzt in ein Industriegebiet umziehen“, so Schmid.

In Edenkoben strebt Asiral einen Neubau auf einem rund 20.000 Quadratmeter großen Areal in der Nähe der Autobahn 65 an. Ein Zeitplan existiere noch nicht, im Moment würden die erforderlichen Unterlagen für die Genehmigung des Projekts vorbereitet, sagt Schmid.

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